Duisburg: TÜV Duisburg meldet wieder mehr Mängel

Duisburg : TÜV Duisburg meldet wieder mehr Mängel

Aktuelle Statistik zeigt: Nur 56 Prozent der geprüften Fahrzeuge waren ohne Mängel.

Die Autos auf den Straßen im Revier sind verkehrssicherer geworden, nicht aber unbedingt in Duisburg. Das geht aus dem neuen Mängelreport des TÜV-Nord hervor. Demnach erhielten zwar 72 Prozent der Fahrzeuge, die beim TÜV Nord zur Hauptuntersuchung auf die Bühne gehoben wurden, sofort eine neue Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit. Aber nur bei 56 Prozent der geprüften Wagen fanden sich gar keine Mängel am Wagen, das sind drei Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Und: 27 Prozent der Autos mussten wegen erheblicher Mängel unverzüglich repariert werden. Auch das sind 1,7 Prozent mehr als noch in 2016. Drei Wagen waren gar verkehrsunsicher, zwei mehr als im vergangenen Jahr. Damit ist der positive Trend der vergangenen Jahre in Duisburg erstmals wieder gestoppt. Und das, obwohl es grundsätzlich eine erfreuliche Entwicklung bei der Verkehrssicherheit älterer Autos gibt. Die Hersteller "legen Wert auf die Langzeitqualität. Die Autohäuser und Werkstätten verstärken zudem ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Und die Autofahrer wiederum kümmern sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge", erklärt Jürgen Lawrenz, Leiter einer der TÜV-Stationen vor Ort. Fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung würden eher wahrgenommen.

Mittlerweile werde auch der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel, was gerade in dieser Jahreszeit wichtig sei. Denn dass die Beleuchtungsanlage mitunter "stiefmütterlich" behandelt wird, zeige die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt "Licht, Elektrik" in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Lichter und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen sei. Allerdings sei die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. "Daran haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik sicher ihren Anteil", so Jürgen Lawrenz. Und auch die alljährliche Beleuchtungsaktion, die im Oktober unter anderem vom Kfz-Gewerbe und dem TÜV durchgeführt wird, trage dazu bei.

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen Zahlen belegen: Bei der ersten Hauptuntersuchung im Alter von drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 11,1 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 30,1 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch ein Grund für den Verschleiß und für Mängel ist, liegt bei den Dreijährigen bei 50.123 Kilometern und bei den Elfjährigen bei 136.130 Kilometern auf dem Tacho.

(RP)
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