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Duisburg: Trödel am Rhein läuft wieder

Duisburg : Trödel am Rhein läuft wieder

Der Hafentrödelmarkt auf der Mühlenweide in Ruhrort, der wegen der erhöhten Sicherheitsauflagen eigentlich schon abgesagt worden war, wird nun privat weiter fortgeführt. Am vergangenen Wochenende war Premiere.

Trödelmarkt-Fans und "Schnäppchenjäger" werden sich freuen. Der eigentlich schon "totgesagte" Hafentrödelmarkt auf der Mühlenweide in Ruhrort lebt weiter. Wegen erhöhter Sicherheitsauflagen und erheblich angestiegener Kosten war das Ende eines der beliebtesten Trödelmärkte in Duisburg eigentlich schon besiegelt worden. Dass es nun doch weitergeht, ist dem Duisburger Unternehmen "Nieke Veranstaltungen" zu verdanken, unter dessen Regie der Markt ab sofort fortgeführt wird.

Der Rheinhausener Joseph Nieke hat sich durch zahlreiche Veranstaltungen (Stadtfeste, Event-Märkte usw.) einen Namen gemacht; seit vielen Jahren richtet er in Berlin mit dem "nostalgischen" Weihnachtsmarkt einen der größten Weihnachtsmärkte der Hauptstadt aus. Auch wenn das Wetter am Wochenende nicht so richtig mitspielte, ist Joseph Nieke mit dem Start durchaus zufrieden. "Das wird schon werden, im Mai und Juni wird das schon anders aussehen", sagte er. Dann wird auch der Kinder-Flohmarkt, der ihm besonders am Herzen liegt, größer ausfallen. "Man kann nicht alles auf einmal machen", erläutert Joseph Nieke seine Pläne für die Zukunft. Ihm schwebt vor, vielleicht schon den nächsten Trödelmarkt mit einem Bühnenprogramm zu bereichern. Ein Jazz-Frühschoppen, eine "Ruhrorter" -Talk-Runde, Live-Musik und vieles mehr ist bei Nieke bereits angedacht.

Auch wenn der erste Trödelmarkt auf der Mühlenweide noch unter dem etwas unwirtlichen April-Wetter zu leiden hatte, herrschte doch ein munteres Treiben rund um den bunten, 38 Meter hohen Fahnenmast direkt am Rhein. Ob ein monströses Tee-Zubereitungsgerät aus den 30er-Jahren, ein ebenso altes Käsebrett mit Schneide-Vorrichtung oder ein noch mit Kohlen zu heizendes Bügeleisen, alles fand seine Interessenten. Und wenn man auch keine Kaufabsichten hatte, einfach mal über den Markt zu bummeln und sich nur umzuschauen macht vielen Besuchern auch schon Vergnügen. Man muss ja nicht gleich mit einer Angelrute, die laut Anbieter früher gut und gerne seine 1800 DM gekostet hat ("Geht jetzt für 20 Euro weg.") oder mit einem großen Keramik-Wildschwein für den Vorgarten nach Hause gehen.

(RP)