Duisburg: Triton-Werft: Hoffnung trotz Insolvenz

Duisburg: Triton-Werft: Hoffnung trotz Insolvenz

Für die 16 Beschäftigten wurde jetzt erst einmal Insolvenzgeld beantragt.

Die Neue Triton-Schiffswerft im Hafen ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Duisburg den Ruhrorter Rechtsanwalt Dr. Andreas Röpke ernannt. Betroffen von der Insolvenz sind 16 Mitarbeiter der Werft, für die Insolvenzgeld beantragt wurde. Röpke äußerte sich gestern zuversichtlich, dass der Werftbetrieb dennoch fortgeführt werden kann. Er habe die Hoffnung, bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Oktober dieses Jahres jemand gefunden zu haben, der das Unternehmen übernimmt: "Es sieht so aus, dass wir den Betrieb übertragen können, und alle Arbeitsplätze erhalten werden können." Die Neue Triton-Werft an der Sympherstraße in Meiderich (Hafenbecken C), ist unter anderem beschäftigt mit Schiffsreparaturen, Schiffsum- und -neubauten.

Zuletzt kam die Werft in die Kritik der Gewerkschaft IG Metall und in die Schlagzeilen, weil rumänische Mitarbeiter eines Subunternehmers über längere Zeit kein Geld erhalten hatten. "Als Generalunternehmerin muss die Triton-Werft sicherstellen, dass ihr Subunternehmer den Mindestlohn bezahlt", lautete die Forderung der IG Metall, die nach eigenen Angaben schon länger ein wachsames Auge auf die Werft hat. Auch andere Werften im Hafen stünden unter erheblichem Konkurrenzdruck, zahlten aber nach Tarif, so Gewerkschafter Thomas Kennel.

(RP)
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