Training für Hunde beim GHSV Wedau

Training für Hunde beim GHSV Wedau : Was Hund, Herrchen und auch Frauchen lernen sollten

Wer auf den Hund gekommen ist, sollte ihn auch richtig erziehen. In Wedau stellen Vierbeiner und Besitzer ihre Teamfähigkeit unter Beweis.

Es kläfft und bellt auf der Rehwiese an der Wedauer Straße, als die Hunderallye durch den Wald beginnt. Einige Besitzer ermahnen ihren aufgeregten Vierbeiner mit den Kommandos „Sitz, Bleib!“ oder rufen ihn direkt beim Namen – Abrufbarkeit, „das ist das A und O“ in der Hundeerziehung, sagt Kurt Reiß, 1. Vorsitzender des Gebrauchshundesportvereins an der Rehwiese. Manchen Rassen könnten von Natur leichter Kommandos als anderen beigebracht werden, wie etwa Labradoren: „Trotzdem kann man nicht sagen: Der ist gut zu erziehen und der andere ist schlecht zu erziehen“, betont Reiß.

Zum ersten Mal beteiligt sich der Verein am bundesweiten „Tag des Hundes“ und hat dafür die Rallye mit einer Schnitzeljagd vorbereitet. Sieben Stationen müssen Hund und Herrchen im Team abklappern. Dabei zählt: Koordination, Teamarbeit, Gehorsam, Spaß und natürlich die richtige Erziehung. Hier lautet das Stichwort „Harmonie“. Das sieht Reiß in der Regel schon daran, „ob der Hund mit dem Hundeführer zusammengeht oder ihn anspringt“.

Ruhe und Konsequenz dürfen bei der Erziehung nicht fehlen: „Wenn der mir beim ersten Mal die Fleischwurst wegfrisst, muss ich mich nicht wundern, wenn er die zweite dann auch isst“, erklärt der Vorsitzende. Ein gutes Zeichen sei es, wenn das Tier auf Zuruf zurückkommt. Das haben auch Marion und Ralf Germann beim Hundetraining gelernt. Sie nehmen mit ihrem 18 Monate alten Eurasier-Rüden Sam an der Rallye teil.

Die Erziehung klappe bisher schon ganz gut, verlaufe aber in Wellen: „Als Welpe war er sehr anhänglich und dann kam die erste Pubertätswelle. Da dachte ich: Der kann ja gar nichts mehr“, erzählt Marion Germann schmunzelnd. Die Halterin aus Ratingen findet es wichtig, immer dranzubleiben. Wenn Sam seinen Hundeblick aufsetzt, könnte man auch schon mal schwach werden und die Konsequenz vergessen – „zumindest aus Sicht meines Mannes“, fügt Marion Germann hinzu.

Die erste Rallye-Station ist ein etwa 50 Meter langer Hundesprint. Der Vierbeiner muss solange an der roten Startlinie warten, bis sein Herrchen zum Ziel gegangen ist. Dann darf er losrennen. Sam kommt nach etwa sechs Sekunden am Ziel an und trottet dann wieder brav zu seiner Familie. Diese müssten zu ihrem tierischen Familienmitglied zu Beginn eine Beziehung als Grundlage aufbauen, erklärt die Ausbildungswärtin des Vereins, Karin Horn: „Ein Hund ist kein Freund, in erster Linie braucht er einen Rudelführer“ – und der sollte stets der Besitzer sein.

Der Ge­brauchs­hun­de­sport­ver­ein Duis­burg-Reh­wie­se bie­tet seinen Gäs­ten eine Ba­sis­aus­bil­dung ihrer Hunde an. Wer nicht zum Ver­ein ge­hört, kann Zeh­ner-Kar­ten er­wer­ben. Bei der Aus­bil­dung steht die Er­zie­hung zum Part­ner-Hund im Vor­der­grund.

Kon­takt: www.hundesport-rehwiese.com, 0151 11082128

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