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Duisburg: Tradition trifft Moderne

Duisburg : Tradition trifft Moderne

Die neuen Zimmer des Duisburger Hofs verbinden modernes Ambiente und Duisburger Industriegeschichte. Am Donnerstag wurden sie bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert.

Fröhliche Klaviermusik hallt durch das Foyer des Grand City Hotels Duisburger Hof, begleitet von aufgeregtem Gemurmel und gedämpften Schritten auf dem blauen Hotelteppich. Der Duft von Rosmarin strömt aus dem Restaurant und weckt die Vorfreude der Gäste auf den Imbiss. Zuerst wollen die Besucher aber endlich die neuen Zimmer des traditionsreichen Hotels neben dem Stadttheater bewundern.

Umbau dauerte lange

Nach mehr als einem Jahr Umbauarbeiten, öffnete der Duisburger Hof gestern erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit. "Ich freue mich, dass das Haus jetzt endlich mit Leben gefüllt ist und wir den Menschen das Endprodukt präsentieren können", sagt Direktorin Ludmila Zelena. Noch am Morgen habe man letzte Feinheiten erledigt, zum Beispiel Gardinen aufgehängt.

Bereits um kurz vor 12 Uhr strömen mehr als 50 Besucher in das Hotel. "Die Hausführungen sollten alle 20 Minuten starten. Jetzt haben wir den Abstand wegen der vielen Gäste auf fünf Minuten verkürzt", sagt Birthe Ehlting, eine der Sales Managerinnen im Duisburger Hof. Und schon fragt wieder eine Gruppe Besucher nach der Tour durch das Haus. Spontan ruft Ehlting die rund 30 Wartenden zu sich und zeigt ihnen selbst die neuen Zimmer. 70 an der Zahl gibt es davon, so dass das Hotel jetzt über insgesamt 109 Gästezimmer verfügt.

Ehlting führt die Gruppe in den dritten Stock, dorthin wo sich die neuen Zimmer befinden. Farbreste auf der Treppe lassen erahnen, dass hier bis vor kurzem noch die Handwerker hoch- und runtergelaufen sind. In der neuen Etage angekommen findet die Besuchergruppe ein ganz anderes Hotel vor. Der blaue Teppich ist verschwunden, der Flur ist schlicht und in modernen grau und lila Tönen gehalten. An den Wänden hängen Bilder von Stahl- und Bergbauarbeitern.

"Wir wollten dem Hotel ein neues Gesicht geben und uns auf die industrielle Geschichte Duisburgs beziehen", erklärt Ehlting. Diese Idee setzt sich auch in den Zimmern fort: Hinter den Betten fällt direkt die graue Metallwand ins Auge, deren Muster an die Maserung von Kohle erinnert. "Oh, das ist ja klasse", hört man die Leute über das moderne Ambiente staunen. Einige streichen immer wieder über die Möbel und Wände. "Modernes und Altes ist hier hervorragend verbunden worden. Schön, dass man als Duisburgerin, die hier nicht übernachtet, auch mal einen Einblick in die Räume bekommt", freut sich Gisela Hölseken über die Besichtigung.

Nach der Führung geht es für die Gruppe in die Veranstaltungsräume. Dort werden die Gäste mit kleinen Köstlichkeiten aus der Hotelküche versorgt. Einige genießen dazu ein Glas Rotwein, andere machen es sich mit einer Zeitung und einer Tasse Kaffee an der Bar gemütlich. Bei Ludmila Zelena legt sich zusehends die Nervosität: "Bisher scheint es allen gut zu gefallen. Dann hat sich unsere Geduld bezahlt gemacht."

(RP)