Social-Media-Fahndung der Polizei Polizei sucht mit Videos nach Zeugen im Fall „Mia“

Duisburg · Nachdem die Polizei am Morgen bekannt gegeben hat, dass die Mutter des in Duisburg getöteten Babys „Mia“ einer Isotopenanalyse zufolge tatsächlich in der Industriestadt leben soll, will sie nun bei der Fahndung neue Wege gehen.

Duisburg: Beerdigung von Baby Mia in Duisburg
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Beerdigung von Baby „Mia“ in Duisburg

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Foto: Tim Harpers

Die Mutter des vor etwa einem Jahr in einem Altkleidercontainer im polnischen Kielce tot aufgefundenen Babys „Mia“ lebt beziehungsweise lebte einer Isotopenanalyse zufolge in Duisburg. Das gab die Behörde am Freitagmorgen bekannt. Für die Ermittler ist diese Erkenntnis elementar. Sie nehmen sie nun zum Anlass, ihre Ermittlungsanstrengungen noch einmal deutlich auszuweiten.

Dabei will die Behörde nun einen für sie neuen Weg beschreiten. Eine ausgeprägte Social-Media-Kampagne soll dabei helfen, Mutter und Vater des getöteten Kindes nun doch noch zu identifizieren.

In mehreren Videosequenzen, die die Polizei über ihren Facebook-Account veröffentlicht hat, stehen der Leiter der Ermittlungskommission, eine Kripo-Beamtin sowie ein Hundeführer Rede und Antwort. Sie berichten über einen neuen Ermittlungsansatz, erklären Hintergründe zu dem Phänomen Neonatizid (Kindstötung) und stellen den Polizeihund Amigo vor. Der Rüde hatte im vergangenen Jahr stellvertretend für seine Hundekollegen der Leichenspürstaffel den Bürgern gezeigt, wie ein Vierbeiner einen Altkleidercontainer absucht.

"Wir hoffen durch die Videos gerade jüngere Zuschauer zum Nachdenken anzuregen. Vielleicht gibt uns einer von ihnen den entscheidenden Hinweis", sagt Jan Bietzig, Leiter der Ermittlungskommission.

Die Videos sind über die Homepage https://duisburg.polizei.nrw/mia oder bei Facebook unter @Polizei.NRW.DU. abrufbar.

(th)
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