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Duisburg: Tonnenweise Süßes für Duisburger Jecken

Duisburg : Tonnenweise Süßes für Duisburger Jecken

Tüten knistern, der süßliche Duft von Kaubonbons und Weingummi liegt in der Luft. Seit kurz vor 12 Uhr kippen Silke Schaefer und Birthe Kurlbaum von den Marxloher Jecken kiloweise Süßes in die Wurfkisten ihres Karnevalswagen. Noch eine gute Stunde, dann geht der Rosenmontagszug los.

"Hier auf dem Kinderwagen haben wir auch Kuscheltiere, die die Kinder werfen", sagt Silke Schaefer, Schatzmeisterin der Marxloher Jecken und Betreuerin des Kinderwagens. Diese stehen in großen Müllsäcken mitten in dem grün-weißen Vereinswagen und sind gespendet worden.

Süßigkeiten habe der Verein im Wert von 2000 Euro gekauft. Finanziert wurde das Wurfmaterial durch Spenden und den Erlös aus Trödelverkäufen. "Wir haben nicht die billigen Karnevalsbonbons besorgt, sondern gute Kaubonbons, Lutscher und Weingummi", betont Schaefer.

Auch Brause, Mausespeck und Kaugummi stapeln sich auf dem kleinen Fahrzeug und warten schon darauf, von der Kindergarde in die närrische Zuschauermenge geworfen zu werden. Die kleinen Chipstüten sind hingegen nicht zum Werfen, sondern für die Kinder selbst gedacht.

Denn zu leichte Gegenstände, wie Chips oder Popcorn, dürfen bei den Duisburger Karnevalsumzügen nicht mehr von den Wagen geworfen werden. "Zu leichtes Material kann unter das Fahrzeug geweht werden. Kinder werden dadurch dazu animiert, unter die Wagen zu laufen, und das ist viel zu gefährlich", erklärt Michael Jansen, Präsident des Hauptausschusses des Duisburger Karnevals. Die meisten Karnevalstruppen warfen daher hauptsächlich Bonbons, Weingummitütchen und Schokoladenriegel.

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Auch schwere Gegenstände sollten nicht geworfen werden, um Verletzungen zu vermeiden. Nur wenige Vereine schleuderten daher Schokoladentafeln oder Lebkuchenpäckchen auf die Straßen. Rund zwei Tonnen Süßigkeiten hatte jeder Verein besorgt. Meistens wurden diese durch die Vereinsmitglieder finanziert. "Bei uns zahlen das Wurfmaterial die sechs Leute, die auf dem Wagen sitzen. Daher ist es auch ihnen überlassen, was und wie viel sie kaufen", sagte Wolfgang Lingnau, Schatzmeister der Duisburger Musketiere.

Bei der KG Rot-Weiß Hamborn waren am Montag die Frauen für das Werfen zuständig. "Das ist unser Dankeschön an die Frauen, für ihre Unterstützung in den ganzen Tagen", so Wolfgang Mems. Die Frauen haben neben dem üblichen Naschwerk auch kleine Trachtenpuppen und Orden besorgt. "Über die haben sich im vergangenen Jahr besonders die kleinen Kinder gefreut", sagt Bärbel Klinge. Insgesamt haben die Hamborner acht Tonnen kleine Geschenke und Süßigkeiten besorgt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die schönsten Bilder des Duisburger Rosenmontagszuges 2012

(RP/url)