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Theater Duisburg: Das ist das Programm in der Weihnachtszeit

Feiertags-Programm : Schöne Bescherungen im Duisburger Stadttheater

Das Stadttheater bietet in der zweiten Dezemberhälfte ein Schauspielprogramm, das generationsübergreifend ist. Im Angebot sind „Krabat“ von Otfried Preußler, eine Ayckbourn-Komödie und die Show „Beat Club“.

Die Zeit vor Weihnachten und „zwischen den Jahren“ ist stets auch eine gute Zeit für das Theater. Die Vorstellungen sind im Durchschnitt besser besucht als an den übrigen Tagen im Jahr. Auch wird in den Dezember-Wochen das Angebot für junge Zuschauer verstärkt, üblicherweise mit Bühnenfassungen klassischer Märchen.

Im Duisburger Stadttheater ist das in diesem Jahr etwas anders. Zwar fehlt der moderne Klassiker „Ox und Esel“ vom Kom’ma-Theater löblicherweise auch in diesem Jahr nicht; auch gibt es mehrere Vorstellungen der Humperdinck-Oper „Hänsel und Gretel“. Doch ansonsten setzt man im Jugendbereich auf ein einziges Stück: Und zwar „Krabat“ von Otfried Preußler in einer Inszenierung des Theaters Duisburg in Kooperation mit dem Ensemble Tobosco und dem Maschinenhaus Essen.

Bereits vor drei Jahren stand diese „Krabat“-Inszenierung zum ersten Mal im Duisburger Stadttheater auf dem Programm. Dass der bekannteste Roman von Otfried Preußler jetzt wieder als Bühnenstück auf dem Spielplan steht, ist nur zu begrüßen: Denn die Inszenierung ist sensationell gut.

 Die Inszenierung von „Krabat“ ist absolut sehenswert.
Die Inszenierung von „Krabat“ ist absolut sehenswert. Foto: Dipl. Des. Sascha Kreklau
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Kurz zum Inhalt: Der Waisenjunge Krabat lernt in einer Mühle gemeinsam mit elf anderen Gesellen nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch die Kunst der Schwarzen Magie. Als Krabat begreift, dass die Zauberkunst Macht über andere verleiht, beginnt er eifrig zu lernen. Schnell muss er aber erkennen, dass es kein Entkommen aus dem Bund mit dem schwarzen Müller gibt, der in jeder Neujahrsnacht einen seiner Burschen an seiner statt in den Tod schickt. So nimmt Krabat mit Hilfe guter Freunde den Kampf gegen die dunklen Mächte auf. Kraft gibt ihm die Liebe zu einem Mädchen aus dem nächsten Dorf.

Die ebenso handfeste wie hochpoetische Aufführung ist unbedingt empfehlenswert für Jugendliche und Erwachsene ab zehn Jahren. Gespielt wird im Foyer III des Stadttheaters. Vorstellungen sind am heutigen 17. Dezember (19.30 Uhr), 18. und 19. Dezember (jeweils 9 Uhr und 11.30 Uhr), 20. Dezember (18 Uhr) und 21. Dezember (15 Uhr).

Wenn zu Hause die Bescherung vorbei ist, beginnen die Bescherungen im Theater. Gemeint ist die Komödie „Schöne Bescherungen“ von Alan Ayckbourn (Jahrgang 1939), dem unbestrittenen Meister der intelligenten Farce. Am Donnerstag, 26. Dezember, 19.30 Uhr, gastiert das Rheinische Landestheater Neuss mit „Schöne Bescherungen“ im Duisburger Stadttheater. Ayckbourn seziert auf seine ihm eigene Art gnadenlos die Rituale des bürgerlichen Frohsinns, steigert langsam den sublimen Horror, der Feiertagen und festen Familienzusammenkünften eigen ist. Ein Vergnügen für alle, die sich eine gesunde Skepsis vor einem Zuviel an Gefühligkeit bewahrt haben.

Die dritte Empfehlung gilt dem „Beat Club“, mit dem das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel am Sonntag, 29. Dezember, 19.30 Uhr, im Duisburger Theater gastiert: Mitte der 1960er Jahre löste Radio Bremen mit der Fernsehsendung „Beat Club“ eine musikalische Revolution in Deutschland aus. Harte Rhythmen, verzerrte Gitarren, dröhnende Bässe und hämmernde Schlagzeuge dominieren die Musik der jungen Generation und lösen damit den deutschen Schlager als meistgehörte Musik in Deutschland ab. Bands wie The Who, The Rolling Stones, The Beatles, Jimi Hendrix und viele mehr werden Dauergäste im Programm. Erinnerungen an die 60er Jahre leben wieder auf, wenn das Ensemble um den Regisseur und musikalischen Leiter Tankred Schleinschock in seiner Cover-Show die Songs von damals live spielt. Dass das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel „so etwas“ kann, hat es beispielsweise bereits mit seiner umjubelten „The Buddy Holly Story“, die ebenfalls schon in Duisburg zu erleben war, bewiesen.

Karten und weitere Informationen gibt es an der Theaterkasse unter der Telefonnummer 0203 28362100 oder im Internet unter der Adresse www.theater-duisburg.de