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Duisburg: Tag des offenen Denkmals am Sonntag auch in Duisburg

Duisburg : Tag des offenen Denkmals am Sonntag auch in Duisburg

Ist das ein Stück Geschichte? Oder kann das weg? Um diese Frage dreht sich in diesem Jahr der Tag des offenen Denkmals, der am Sonntag, 8. September, zum 19. Mal deutschlandweit stattfindet. Denn das Motto der Veranstaltung lautet in diesem Jahr "Jenseits des Guten und Schönen – unbequeme Denkmäler". Hierbei soll im Mittelpunkt stehen, welche Gründe es gibt, alte und marode Gebäude als Denkmäler zu erhalten, selbst wenn es Mühe und Geld kostet. "Ein Denkmal ist ein Ort, der Geschichte hat, so dass man ihm zugestehen kann, unbequem zu sein", sagt Dr. Claudia Euskirchen, Leiterin der Unteren Denkmalbehörde Duisburg.

Einer dieser Orte ist die Arbeitersiedlung in Hüttenheim. 1911 erbaut, standen zu Beginn der 1980er Jahre dort immer mehr Wohnungen leer, da viele der zwischenzeitlich dort eingezogenen Gastarbeiter in ihre Heimat zurückgekehrt waren. In Folge dessen war der Abriss der Siedlung die populärste Option. Doch dagegen regte sich in Teilen der Bevölkerung Widerstand, und somit wurde der Heimat- und Bürgerverein Hüttenheim gegründet.

"Wenn man ein Haus abreißt, reißt man nicht nur Beton und Stahl ab, sondern nimmt den Leuten auch ihre Erinnerung", erklärt Werner Schulz, Vorsitzender des Vereins, als Grund für sein Engagement für den Erhalt der Siedlung. 1986 wurde die Siedlung in die Liste Duisburger Denkmäler aufgenommen, in der Zeit danach saniert und mittlerweile wieder bewohnt. Wer wissen möchte, wie sich die Siedlung vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan entwickelt hat, kann am Sonntagen einer Führung von Werner Schulz teilnehmen. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Uhrenturm an der Straße Hasendong, Ecke Rosenbergstraße.

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Neben der Siedlung können noch weitere Denkmäler wie zum Beispiel die historischen Kellerräume des Katharinenklosters oder die ehemalige evangelische Kirche an der Wintgensstraße in Duissern, in der sich heute ein Kolumbarium befindet, besichtigt werden. Zusätzlich wird eine Radtour angeboten, bei der der Besuch von Denkmälern mit sportlicher Aktivität verbunden wird. Interessierte können sich hierfür unter Telefon 0203 2834432 anmelden.

Weitere Informationen liefert ein Flyer, der in allen öffentlichen Einrichtungen der Stadt ausliegt.

(ds)