Sturm Sabine in Duisburg: Schulen bleiben geschlossen, Events abgesagt

Sturmtief „Sabine“ : Schulen geschlossen, Events abgesagt

Sturmtief Sabine fegt seit Sonntagmittag über Duisburg hinweg. Die Feuerwehr ist in höchster Alarmbereitschaft. Hildegardis- und Abteigymnasium bleiben am Montag geschlossen. Alle anderen Schulen entscheiden selbst.

Sturmtief „Sabine“ hält die Duisburger Feuerwehr auf Trab. Der Lagedienst der Einsatzkräfte ist bereits seit Sonntagmorgen in Alarmbereitschaft. Laut Deutschem Wetterdienst ist noch bis Montagabend mit Sturm und Böen zu rechnen. Obgleich es für eine Sturmbilanz aus diesem Grund natürlich noch zu früh ist: Bereits am Sonntag sind erste Auswirkungen des Tiefs mit dem Namen „Sabine“ spürbar. Außerdem greifen am Montag in der Stadt diverse Vorsichtsmaßnahmen.

Zu den ersten Leidtragenden der Sturmsaison 2020 gehören die Fußballer. Neben dem die Schlagzeilen dominierenden Rheinderby wurden am Sonntag auch das Frauenfußball-Bundesliga-Spiel des MSV Duisburg gegen den 1. FC. Köln sowie alle Amateurfußballpartien des Fußballverbandes Niederrhein vorsichtshalber abgesagt. Die Absagen betreffen aber auch weitere Sportarten. So ist unter anderem der Eishockey Oberliga-Schlager EV Duisburg gegen Moskitos Essen von einer Sturmabsage betroffen.

Außerdem sind seit der Mittagszeit die Zugverbindungen von Duisburg aus in den Norden Deutschlands gestört. Stark sturmgefährdete Küstenregionen wie Emden, Norddeich, Kiel und Westerland wurden laut Bahn vorsorglich vom Fernverkehrsbetrieb abgeschnitten. Entsprechende Vermerke füllen die Anzeigetafel im Duisburger Hauptbahnhof.

Auch der Duisburger Zoo hat bereits am Sonntag auf die bestehenden Unwetterwarnungen reagiert. Angesichts der großen Baumbestandes auf dem Gelände, entschieden sich die Tierpark-Betreiber dazu, den Zoo geschlossen zu halten. Ob er am Montag wieder öffnet, war am Sonntagnachmittag nicht zu erfahren.

Vorzeitig zu macht wegen „Sabine“ ebenso das Duisburger Tierheim. Bereits ab 14 Uhr hält es seine Türen wegen Sicherheitsbedenken für Besucher, Mitarbeiter und Tiere für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Spieltrieb-Vorstellung „Rattenkinder“ im Stadttheater ist ebenfalls abgesagt worden.

Was den Montag angeht, werden diverse Schutzmaßnahmen Bestand haben. So hat zum Beispiel das Bistum Essen entschieden, dass die bischöflichen Schulen – in Duisburg also das Hildegardis- und das Abteigymnasium – vorsorglich geschlossen bleiben. Was die anderen Schulen im Stadtgebiet angeht, verweist die Stadt auf die Gesetzeslage. Sie stellt demnach allen Schulen in Duisburg frei, ob sie Unterricht abhalten wollen, oder ob sie den Schulkindern frei geben. Einige wie die Grundschule Am Knappert  in Rahm haben bereits angekündigt, weder öffnen noch Betreuung anbieten zu wollen.

Schließen die Schulen nicht, liegt es im Ermessen der Eltern, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken oder nicht. Auf vielen Schulwebsites oder Facebookaccounts Duisburger Schulen finden sich am Sonntag  entsprechende Hinweise. Am Nachmittag teilte Christoph Haering, Schulformsprecher der Duisburger Gymnasien mit, dass an „den meisten, vielleicht auch an allen“ Gymnasien in der Stadt der Unterricht am Montag wohl ausfallen werde. Eltern sollten sich also in jedem Fall bei den jeweiligen Schulen ihrer Kinder über die örtliche Regelung informieren.

Die städtischen Kindertageseinrichtungen werden nach Informationen der Verwaltung am Montag öffnen und dafür sorgen, dass eine Betreuung der Kinder gewährleistet ist – das dürfte zumindest für arbeitende Eltern eine große Entlastung sein. Die Wetterlage entbindet nämlich nicht von der Pflicht, pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen.

Der letzte große Sturm im Januar 2018 „Friedrike“ bescherte der Feuerwehr hunderte Einsätze. Foto: Christoph Reichwein (crei)/Reichwein, Christoph (crei)

Vom Aufenthalt in Waldgebieten oder Parks raten die Verantwortlichen bei der Feuerwehr während des anhaltenden Sturms übrigens wenig überraschend dringend ab. Es bestehe Lebensgefahr durch herunterfallende Äste.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sturmtief „Sabine“ trifft NRW

(th)