Studie belegt: Am Duisburger Hafen hängen 46.510 Arbeitsplätze

Ergebnisse eine neuen Studie: Am Hafen hängen 46.510 Arbeitsplätze

Die Bedeutung des Duisburger Hafens als Wirtschaftsfaktor und Jobmotor wird für die Stadt immer wichtiger. Das belegten jetzt auch Zahlen einer neuen Studie.

Das Berliner Marktforschungsinstitut Regionomica GmbH untersucht regelmäßig die Effekte der Aktivitäten duisports für die Stadt und die Region. So wurden schon in den Jahren 2006, 2011 und 2015 die regionalwirtschaftlichen Effekte, die vom Logistikstandort Duisburger Hafen und den mit dem Hafen verbundenen Unternehmen im Umkreis ausgehen, ermittelt. Nach den jüngsten Erhebungen hat sich die Bedeutung des Hafens für die Stadt noch einmal vergrößert.

Das gilt vor allem für den Arbeitsmarkt. Danach ist die Anzahl der Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt vom Hafen abhängig sind, auf insgesamt 46.510 gestiegen – 2,7 Prozent mehr als noch 2015. Die Zahl der direkt vom Hafen abhängig Beschäftigten stieg sogar um 6,2 Prozent von 18.420 auf 19.570. Die Studie kommt daher zum Ergebnis, dass der Hafen großen Anteil an der Entwicklung des Arbeitsmarktes in ganz Duisburg hat: „Dies bedeutet auch, dass die Stadt Duisburg wieder stärker von der positiven Entwicklung profitieren kann und sich das Wachstum der Arbeitsplätze in der Stadt auf 8,6 Prozent beläuft“, heißt des dort.

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Diese Entwicklung werde durch die Entwicklung der weiteren Logport-Areale weitergehen. Die rund 1000 Arbeitsplätze, die auf Logport V entstehen sollen, schlagen aber in unserer Nachbarstadt Oberhausen zugute. Bekanntlich entsteht dort auf dem Logport V-Gelände ein neues Edeka-Zentrallager, das von Moers nach Oberhausen umzieht.

Mit mehreren hundert Arbeitsplätzen wird in den nächsten Jahren auch durch die Entwicklung von Logport VI in Walsum gerechnet. Zwar hatte der Rat der Stadt Duisburg sich gegen das ursprünglich von der Steag-Tochter New Energies geplante Altholz-Kraftwerk ausgesprochen, doch die Logistikbranche dürfte die rund 40 Hektar große Fläche – das entspricht immerhin etwa 56 Fußballfeldern – auch so füllen. Das Engagement des Duisburger Hafens bei der „Neuen Seidenstraße“ zwischen Duisburg und Chongqing ist am Wochenende sogar von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Gipfeltreffen der G 20 in Argentinien gelobt worden. Wie berichtet plant duisport entlang der Güterzugverkehrsstrecke im weißrussischen Minsk ein bimodales Terminal.

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