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Duisburg: Studi-Streik: Ärger unter den Studenten

Duisburg : Studi-Streik: Ärger unter den Studenten

Der Studentenstreik an der Universität Duisburg-Essen sorgt unter den Studierenden offenbar für großen Ärger. Nicht alle Studis stehen hinter den Streikenden. Der Asta hat sich bereits distanziert. Auch die Fachschaft der Wirtschaftswissenschaften will nichts mit den Demonstranten zu tun haben.

In einer Presseerklärung teilt die Fachschaft Wirtschaftswissenschaft am Donnerstagmorgen mit, dass sie sich deutlich von den Protestlern distanziere. Vor allem lehnen sie die Besetzung von Hörsälen ab, da sie zu Ausfällen von Lehrveranstaltungen führten. Insbesondere ihre Fakultät sei betroffen.

Die Wirtschaftswissenschaftler bezeichnen sich selbst als "lernbereite Studenten", die durch die Demonstranten an der Teilnahme von Vorlesungen gehindert würden. Sie fordern deswegen die sofortige Freigabe der Hörsäle.

Zuvor hatte sich schon der Asta, die Studentenvertretung, von den Streikenden deutlich distanziert. Die Demonstranten sehen sich durch den Asta nicht mehr vertreten. Die Streikenden werden unter anderem von Schülern und Gewerkschaften unterstützt.

Sie fordern vor allem die Abschaffung der Studiengebühren, die Rektor Professor Ulrich Radtke allerdings auf einer Podiumsdiskussion am Mittwochnachmittag im Audimax (größter Hörsaal) ablehnte, und eine Modifizierung des Masterstudiengangs. Am Mittwochabend zogen rund 200 Studenten durch die Duisburger Innenstadt, um ihren Unmut über die Hochschulpolitik zu verkünden.

Aus Protest gegen die derzeitigen Studienbedingungen halten Studenten mehrerer nordrhein-westfälischer Universitäten Hörsäle besetzt. Betroffen sind nach Angaben des Landes-ASten-Treffen vom Donnerstag neben Duisburg-Essen auch die Universitäten Bielefeld sowie die Hochschule Niederrhein mit ihrem Standort in Mönchengladbach.

(csh/jco)