1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Streit wegen Corona-Regeln: Mann schüttet Kaffee auf 27-Jährigen

Streit wegen Corona-Regeln : Mann schüttet Reisendem in Duisburg heißen Kaffee ins Gesicht

Am Hauptbahnhof Duisburg hat ein Mann einem anderen einen heißen Kaffee ins Gesicht geschüttet. Zuvor streiteten sich die Beiden offenbar um die Einhaltung des Mindestabstands. Den 27-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren.

Nach einer verbalen Auseinandersetzung im Duisburger Hauptbahnhof hat ein Mann (27) einem Reisenden (30) einen heißen Kaffee ins Gesicht geschüttet. Die Tat ereignete sich bereits am Mittwochmorgen, der 27-Jährige ist anschließend geflüchtet. Das teilt die Bundespolizei mit. Bei einem vorausgegangenen Streit ging es um den Mindestabstand in Corona-Zeiten.

Der Mann drängelte sich zuvor auf der Rolltreppe runter in die Verknüpfungshalle des Duisburger Hauptbahnhofs – vorbei an dem 30-Jährigen. Dieser bat darum, den Mindestabstand aufgrund von Corona einzuhalten. Der 27-Jährige soll ihn daraufhin beleidigt und gesagt haben, dass er unten auf ihn warten würde.

Als der 30-Jährige am Ende der Rolltreppe an den Unbekannten vorbeiging, schüttete ihm dieser seinen heißen Kaffee ins Gesicht und lief davon. Der Geschädigte eilte dem Täter hinterher. Er sah, wie er auf Bahnsteig 2 in den Regionalexpress 19 in Richtung Düsseldorf stieg. Anschließend suchte der 30-Jährige die Wache der Bundespolizei auf und gab den Vorfall zur Anzeige. Seine Verbrühung wollte er vom Arzt dokumentieren lassen.

Eine Fahndung nach dem Tatverdächtigen blieb am selben Tag erfolglos. Am nächsten Tag hielten Bundespolizisten zur gleichen Uhrzeit Ausschau nach dem jungen Mann. Im Düsseldorfer Hauptbahnhof konnte er dann zweifelsfrei erkannt und identifiziert werden. Ihm wurde der Tatvorwurf eröffnet und ein Strafverfahren wegen der gefährlichen Körperverletzung und der Beleidigung gegen ihn eingeleitet.

(atrie)