Duisburg: Streit um Schulhof der alten Geestschule

Duisburg : Streit um Schulhof der alten Geestschule

Die CDU ist dagegen, dass der Spar- und Bauverein Friemersheim das Areal schon jetzt pachtet, obwohl die "Ideenwerkstatt" noch gar nicht zur Beratung zusammengekommen ist. So würden vorschnell "Fakten geschaffen".

Die CDU sträubt sich gegen eine Verpachtung des Schulhofes der früheren Geestschule seitens des Immobilienmanagement Duisburg (IMD) an den Spar- und Bauverein Friemersheim zum jetzigen Zeitpunkt.

Dietmar Vornweg, Vorstandsvorsitzender des Spar- und Bauvereins, hatte gestern gegenüber unserer Zeitung bestätigt, dass es in dieser Woche abschließende Gespräche mit dem IMD gegeben habe; der Pachtvertrag solle jetzt so schnell wie möglich vorgelegt und unterschrieben werden. Spätestens nach der Sommerpause könne dann erstmals die "Ideenwerkstatt" (Vertreter aus der Verwaltung, der Politik, des Bündnisses für Familie, der Interessengemeinschaft Friemersheimer Kaufleute unter der Leitung von Bezirksbürgermeister Winfried Boeckhorst) zusammenkommen und über die Gestaltung und künftige Nutzung des Bereichs beraten.

"Dieses ist so nicht möglich", sagt der Friemersheimer Ratsherr Klaus Mönnicks. Es sei nicht mit dem Initiativantrag der Bezirksvertretung (BV) Rheinhausen vom 10. April 2014 vereinbar. Darin forderte das Gremium einstimmig, "für die mittelfristige Entwicklung Friemersheims eine Ideenwerkstatt einzurichten, die sich mit der nachhaltigen Planung des Bereiches zwischen Bachstraße, Kronprinzenstraße, Walther-Rathenau-Straße und Windmühlenstraße befasst". Die derzeitige Nutzung, hieß es darin weiter, "ist dabei möglichst zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Die Vorschläge der Ideenwerkstatt sind anschließend zur Beratung in die politischen Gremien zu geben."

Mönnicks sagt vor diesem Hintergrund: "Würde das IMD das Gelände zu diesem Zeitpunkt an den Bauverein verpachten, würden Fakten geschaffen, die diesen Beschluss der BV Rheinhausen ad absurdum führen würde - es sei denn, der Bauverein erklärt sich vertraglich bereit, die im Nachhinein gefassten Vorschläge der Ideenwerkstatt 1:1 umzusetzen." Sei dies nicht der Fall, dann könne es zu diesem Zeitpunkt auch keinen Pachtvertrag mit dem IMD geben.

IMD-Chef Uwe Rohde mahnt Besonnenheit an. "Im Grunde wollen doch alle das Gleiche, und auch dem IMD ist sehr daran gelegen, im Interesse der Bürger zu handeln", sagt er. Er werde jetzt genau prüfen lassen, in welcher Reihefolge vorgegangen werden müsse - ob der Pachtvertrag schon festgezurrt werden könne, oder ob erst die Ideen entwickelt und den politischen Gremien zur Abstimmung vorgelegt werden müssten. "Wir werden die Autorität der politischen Gremien bestimmt nicht untergraben", versichert er.

(RP)