Duisburg: Stolze Tänzer, fantastische Kostüme

Duisburg: Stolze Tänzer, fantastische Kostüme

Die Duisburger Tanztage sind in der Rheinhausen-Halle eröffnet worden. 4775 Amateurtänzer präsentieren sich in den kommenden zwei Wochen mit tollen sportlichen und künstlerischen Leistungen und glänzen mit immer neuen Ideen. Zum Auftakt gab es Folklore und orientalisches Flair.

Mystisch und geheimnisvoll wird es auf der Bühne der Rheinhausen-Halle. Die Teilnehmer der Sparte "Oriental & Folklore" bestreiten am Eröffnungsabend der Duisburger Tanztage die ersten Ausscheidungen. Mit ihren bunten Kostümen, fantasievollen Choreografien und einem verführerischen Lächeln auf den Lippen umgarnen sie das Publikum.

Für 4775 Tänzerinnen und Tänzer aus 423 Gruppen wurde es damit am Donnerstagabend ernst. Noch am Tag zuvor hatten einige im Internet von ihren "letzten Vorbereitungen" geschrieben, jetzt hat die Zeit des Lampenfiebers und der Vorfreude ein Ende. Die Formationen werden sich bei einer ganzen Reihe von Veranstaltungen im Laufe der kommenden zwei Wochen in ihren jeweiligen Disziplinen miteinander messen.

Bei der Eröffnungsveranstaltung bewunderte das Publikum moderne Interpretationen orientalischen Tanzes ebenso wie traditionelle Folklore-Tänze.

Nicht nur Perfektion zählt

Dabei kam es den Zuschauern gar nicht auf Perfektion an. So wurde die Gruppe "Samira Beek & Lamis", die zum allerersten Mal auf einer Bühne stand, herzlich empfangen. Ihre Choreographie war vielleicht nicht perfekt, aber in ihren Gesichtern war Stolz und Spaß am Tanzen zu lesen.

"Alte Hasen" bei den Tanztagen sind die Damen der Gruppe "Dunya Magnuna". Ihre Oriental-Fantasy-Darbietung wurde vom Publikum begeistert gefeiert. Die Choreografie hatten die Tänzerinnen in Eigenregie entwickelt, ebenso hatten sie ihre ausgefallenen Kostüme mit viel Fantasie selbst entworfen und genäht.

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Die Formationen des Eröffnungsabends bewiesen, dass Tanz fasziniert und verbindet. Mal bewegten sich drei Generationen gemeinsam auf der Bühne, mal durften die Tänze aus verschiedenen Kulturen als Beitrag zur Völkerverständigung gewertet werden: Sie ließen das Publikum an den Traditionen ferner Länder teilhaben.

Technik und Schwierigkeitsgrad

Zu den Bewertungkriterien der Jury gehören allerdings weniger diese Qualitäten als Technik, Schwierigkeitsgrad, Choreographie und Präsentation. Jede Gruppe tanzt nach Vorgaben, in denen Aspekte wie Auftrittszeit, Sparte, Alter der Tänzer und ähnliches genau geregelt werden.

Wer am großen Finalwochenende dabei sein darf, das am 20. und 21. März im Theater am Marientor stattfindet, entscheiden eine Fachjury und das Publikum durch Stimmzettel an der Eintrittskarte.

Um Gruppen, die nur wenige Anhänger mitgebracht haben, und denen, die einen ganzen Fanblock vorweisen können, ähnliche Chancen einzuräumen, ist die Jury berechtigt, ihre Favoriten direkt ins Finale zu wählen.

(RP)