Duisburg: Stipendium beim Unternehmerverband

Duisburg: Stipendium beim Unternehmerverband

Neben der persönlichen Atmosphäre loben Studenten das Stipendien-Dinner.

Ein 14-tägiges Schnupperstudium überzeugte Lina Griesbach, an der Hochschule Rhein-Waal (HRSW) in Kamp-Lintfort zu studieren. Bereut hat die 21-Jährige diesen Schritt nicht. Sie absolviert zurzeit das dritte Semester ihres Studiengangs Arbeits- und Organisationspsychologie und ist eine von sieben Stipendiaten, die der Unternehmerverband an den hiesigen Hochschulen fördert. Das Deutschlandstipendium - 300 Euro monatlich zahlen je zur Hälfte der Bund und ein privater Stifter - erhalten Studierende, die besondere Leistungen oder soziales Engagement vorweisen können.

"Ich kenne jeden meiner Kommilitonen mit Namen", erläutert Lina Griesbach einen Aspekt, der sie am Konzept der Hochschule überzeugte. "Die Professoren sind allesamt sehr hilfsbereit, die Atmosphäre persönlich." Aus 70 Studenten, die mit Lina Griesbach anfingen, sind mittlerweile 55 geworden. "Am Anfang des Studiums steht viel Statistik und Methodenlehre auf dem Plan", schmunzelt die aus Orsoy stammende Studentin. "Dafür ist die Struktur bei uns jetzt sehr homogen."

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Neben der persönlichen Atmosphäre an der Hochschule lobt Griesbach Veranstaltungen wie das Stipendien-Dinner. Hier traf sie mit Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes zusammen. "Mit unseren Stipendien wollen wir sowohl die Chancen des talentierten Nachwuchses aus unserer Region verbessern, als auch etwas für die Unternehmen tun, deren Interessen wir vertreten. Der unmittelbare Austausch mit Schulen und Hochschulen wird helfen, den Fachkräftebedarf der Zukunft zu bewältigen", so Jonetzko. Bei Lina Griesbach heißt der Berufswunsch "Change Managerin". "Ich möchte dazu beitragen, dass Unternehmen und vor allem ihre Mitarbeiter sich gut und schnell wechselnden Rahmenbedingungen anpassen können", erläutert Griesbach. Martin Jonetzko bescheinigt ihr gute Zukunftsaussichten: "Die Personalabteilungen der größeren Unternehmen suchen qualifizierte Leute in diesem Bereich." Weiterer Stipendiat an der HSRW ist Altay Yuzeir aus Kleve. Der 20-jährige gebürtige Bulgare studiert Bioengineering und möchte später auf dem Gebiet der Bioinformatik oder der Bionanotechnologie arbeiten. In der durch das Stipendium gewonnenen freien Zeit lernt er Programmiersprachen. "Die hiesige Wirtschaft braucht technisch-versierten Nachwuchs, um bei Forschung und Entwicklung an der Spitze zu bleiben - dazu gehören beide Stipendiaten", lobt Martin Jonetzko. Weitere fünf Stipendiaten des Unternehmerverbandes studieren an der Hochschule Ruhr-West (Standort Mülheim), an der Westfälischen Hochschule (Standort Bocholt) und an der Universität Duisburg-Essen. Der Arbeitgeberverband vertritt die Metall- und Elektrounternehmen von Duisburg über Mülheim und Oberhausen bis nach Wesel, Bocholt und Emmerich.

Weitere Informationen unter www.unternehmerverband-metall-ruhr-niederrhein.org im Netz.

(RP)