Duisburg: Sternsinger zu Besuch in der Redaktion

Duisburg: Sternsinger zu Besuch in der Redaktion

Mit Krone, Umhang und einem Lied auf den Lippen: Caspar, Melchior und Balthasar ziehen durch die Straßen. Und über den Türen der Häuser werden mit weißer Kreide die Buchstaben aufgefrischt oder neu geschrieben: "C+M+B" steht dann auf den Türrahmen: "Christus Mansionem Benedicat" lautet die Botschaft hinter dem Haussegen, "Christus segne dieses Haus" im Lateinischen. Auch in Duisburg ziehen zurzeit die Sternsänger von Tür zu Tür, und sogar die RP-Lokalredaktion bekam gestern deren Besuch. "Wir haben in diesem Jahr mehr Kinder dabei als im vergangenen Jahr", sagt eine der beiden Betreuerinnen. Schüler von der dritten bis zur sechsten Klasse singen gemeinsam im Tausch gegen eine Spende für Hilfsprojekte in Bolivien (und Süßigkeiten) und verteilen Zettel mit dem Haussegen. Manche sind zum zweiten Mal dabei, etliche aber auch noch länger.

Heutzutage darf jeder beim Sternsingen mitmachen und den Brauch begehen. Zur Ursprungszeit der Sternsinger in Europa war dies mancherorts anders: Im 16. Jahrhundert hatten in manchen Regionen Deutschlands nur bestimmte Berufsgruppen das Recht zum Sternsingen. Im südlichen und mittleren Teil Europas ist das Sternsingen ein katholischer Brauch. An vielen anderen Orten der Welt ist das Sternsingen allerdings ebenso ein beliebter Brauch in der Zeit zwischen dem 27. Dezember und dem 6. Januar.

(zuew)