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Duisburg: Sternsinger beleuchten Folgen des Klimawandels

Duisburg : Sternsinger beleuchten Folgen des Klimawandels

Wenn in diesen Tagen wieder Tausende Kinder und Jugendliche als Sternsinger durch die Gemeinden des Bistums Essen ziehen, dreht sich inhaltlich diesmal alles um den Klimawandel. "Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung - in Kenia und anderswo" heißt das Motto der 59. Aktion Dreikönigssingen. Am Beispiel des ostafrikanischen Landes machen die Sternsinger darauf aufmerksam, wie sehr der Klimawandel das Leben von Menschen in aller Welt bedroht - und wie gerade Menschen in den Industrieländern durch ihren sorglosen Umgang mit den natürlichen Ressourcen die Zukunft von Kindern gefährden.

2016 waren 132 Sternsingergruppen in den 42 Pfarreien des Ruhrbistums unterwegs, 1,3 Millionen Euro an Spenden konnten die Jungen und Mädchen zu den insgesamt 46,2 Millionen Euro beisteuern, die die Sternsingeraktion insgesamt eingenommen hat. Auch deshalb gilt die mittlerweile von der Unesco als Kulturgut anerkannte Kampagne als weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Im Jahr 2015 wurden mit den Erlösen aus der Sternsingeraktion 1551 Projekte in 108 Ländern in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert. Bei mehr als der Hälfte der Projekte stand die Förderung von Bildung im Vordergrund.

Außerdem unterstützten die Sternsinger Gesundheitsprojekte, Maßnahmen zur Ernährungssicherung und Nothilfeprojekte. - Zum Hintergrund: In der Bibel berichtet das Matthäus-Evangelium von "Sterndeutern aus dem Osten", die zur Geburt Jesu nach Jerusalem kommen, nachdem sie den Stern des neugeborenen Königs der Juden aufgehen sahen. Weil der Volksmund aus diesen Sterndeutern Könige gemacht hat, ziehen die Sternsinger rund um den Gedenktag dieser Heiligen drei Könige (6. Januar) mit Kronen und bunten Gewändern verkleidet durch die Straßen.

(RP)