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Duisburg: Stadtwerkechor singt wieder "zuhause"

Duisburg : Stadtwerkechor singt wieder "zuhause"

Das traditionelle Weihnachtskonzert fand wieder in Duisburgs "guter Stube", der Mercatorhalle, statt.

Wann ist Weihnachten...? Mit dieser Frage und der dazugehörigen kleinen Weihnachtsgeschichte begrüßte Wolfgang Behnisch, der 2. Vorsitzende des Werks-Chors der Stadtwerke, die gut 900 Konzertbesucher in der Mercatorhalle. Der aktive Chorsänger ergänzte die Antworten, die diese kleine Erzählung abschloss, um eine weitere: "Weihnachten ist auch, wenn der Stadtwerke-Chor die Duisburger zum Weihnachtskonzert einlädt."

Schon vor dem Fest beschenkt fühlte sich Heinz Pannen. Der erste Vorsitzende des Werkschors war froh, dass das traditionelle Weihnachtskonzert endlich wieder in Duisburgs guter Stube, dem großen Saal der Mercatorhalle, stattfinden konnte: "Wir fühlen uns, als ob wir wieder nach Hause gekommen sind. Die akustischen Bedingungen hier sind einfach unvergleichlich." Davon konnte sich das Publikum gleich zu Beginn des Konzerts überzeugen, das die Chöre mit Bachs Kantate "Wachet auf, ruft uns die Stimme" eindrucksvoll eröffneten. Die Verantwortlichen hatten auch in diesem Jahr wieder ein Programm zusammengestellt, das höchsten Ansprüchen genügte.

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Die musikalischen Fäden hielt Musikdirektor Axel Quast in der Hand, der vor einem Jahr die Nachfolge von Kantor Michael Hartel bei den Stadtwerke-Sängern angetreten hat. Unterstützt wurde der Werkschor beim diesjährigen Konzert durch den MGV "Sängerbund" Wanheim, den Männer- und Frauenchor Rumeln und das Frauenvokalensemble "Femme Chorale" der Polizei Krefeld. Die Sopranistin Linda Joan Berg und der koreanische Tenor Bohyeon Mun sorgten mit ihren Solo-Auftritten für zusätzlichen Glanz eines an Höhepunkten reichen Konzerts. Musikalisch begleitet wurden die Chöre und Solisten vom Klangkraft Orchester, das aus dem früheren Jugendorchester Duisburg hervorgegangen ist und sein hohes Niveau auch im Rahmen des Weihnachtskonzertes einmal mehr demonstrierte. Dem Orchester war es vorbehalten, im eher kirchenmusikalisch-klassisch gehaltenen ersten Teil des Konzerts mit dem fröhlichen und flotten Orchester-Klassiker "Sleigh Ride" zu einer munteren Schlittenfahrt einzuladen und damit einen bunten musikalischen Farbtupfer zu setzen.

Zuvor hatten Linda Joan Berg mit "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt" und Bohyeon Mun ("Tröstet Zion") aus Händels Oratorium "Der Messias" ihr großes musikalisches Können beeindruckend demonstriert. Das taten auch die Frauenchöre, die Caccinis "Ave Maria" berührend interpretierten.

So richtig weihnachtlich-romantisch wurde es, wie von den meisten Besuchern erhofft, dann nach der Pause. Dafür sorgten unter anderem das von der Sopranistin Linda Joan Berg gefühlvoll vorgetragene "Kalenderlied" und die als Medley zusammengestellte Folge von Weihnachtsliedern wie "Vom Himmel hoch", "Gloria in excelsis Deo" und "Süßer die Glocken nie klingen". Mit der mächtigen Jerusalem-Hymne sorgten die Männerchöre für einen weiteren Glanzpunkt. Aber auch das Publikum wurde Teil des Programms.

Axel Quast, der Chöre, Orchester und Solisten sicher und souverän durch das gesamte Konzert geleitet hatte, motivierte erfolgreich zum Mitsingen. Mit den Weihnachtsliedern "O du fröhliche" und "Stille Nacht" gaben auch die Zuhörer ihr Bestes und rundeten ein wieder einmal großartiges Konzert in der Mercatorhalle stimmungsvoll ab.

(RP)