Hochbehälter am Försterberg in Duisburg Hier werden Millionen Liter Trinkwasser verteilt

Duisburg · Die Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Försterberg in Neudorf laufen schon seit Jahren. Nun ist auch die dritte Kammer saniert worden. Wie der Transport von den Behältern in die Haushalte funktioniert.

Blick in den leeren Hochbehälter.

Blick in den leeren Hochbehälter.

Foto: SWDU

Mehr als 30 Milliarden Liter Trinkwasser in geprüfter Lebensmittelqualität liefern die Stadtwerke Duisburg Jahr für Jahr an die Menschen in Duisburg. Um diese hohe Versorgungssicherheit dauerhaft aufrechtzuerhalten, gibt es in der Stadt ein System aus mehr als 2200 Kilometern Rohrleitungen, die über Gewinnungs-, Aufbereitungs- und Speicheranlagen gespeist werden.

Die Stadtwerke Duisburg investierten jedes Jahr Millionen in die Versorgungssicherheit, teilte der örtliche Energieversorger jetzt mit. Seit einigen Jahren läuft die Sanierung der größten Trinkwasserspeicheranlage der Stadt auf dem Försterberg im Stadtwald. Jetzt haben die Arbeiten mit dem Abschluss der Sanierung der dritten Kammer den nächsten wichtigen Meilenstein erreicht.

Der Trinkwasser-Hochbehälter besteht aus fünf Kammern. Jede von ihnen ist 45 Meter breit, 45 Meter lang und 6,25 Meter hoch. Jedes dieser Speicherbecken fasst bis zu 12,5 Millionen Liter Trinkwasser. Von hier oben, mit 80 Metern der höchste Punkt der Stadt, wird das frische Trinkwasser in die ganze Stadt verteilt.

„Durch die Höhenlage entsteht ein natürlicher Druck, den es braucht, damit das Wasser in den Leitungen fließt und in den Haushalten kräftig aus den Wasserhähnen laufen kann“, erklärt Thomas Oertel, Leiter der Trinkwassergewinnung, die Bedeutung des Trinkwasser-Hochbehälters.

 Klaus Niephaus ist Projektverantwortlicher für die Sanierung

Klaus Niephaus ist Projektverantwortlicher für die Sanierung

Foto: SWDU

Der erste Abschnitt dieser Anlage wurde 1952 gebaut und 1964 ergänzt. Bereits seit 2018 läuft die umfangreiche Sanierung, bei der nacheinander die Kammern einzeln außer Betrieb gehen und neue Boden-, Wand- und Deckenbeschichtungen erhalten. Auch große Teile der Rohrleitungen werden erneuert.

„Das alles geschieht im laufenden Betrieb, so ist die Versorgungssicherheit der Menschen in Duisburg mit frischem Trinkwasser auch während der Sanierungsarbeiten gewährleistet. Es kann deshalb immer nur in einer Kammer gearbeitet werden, während die anderen mit Trinkwasser gefüllt sind“, sagt Klaus Niephaus, der als Projektverantwortlicher die Sanierung der Anlage seit Jahren intensiv begleitet. Kammer Nummer 5, die allerdings in der Reihenfolge als dritte Kammer saniert wurde, ist seit einigen Tagen wieder in Betrieb.

Dafür wird die Kammer mit Trinkwasser gefüllt und regelmäßig beprobt. Denn nur wenn das Wasser hygienisch einwandfrei ist, wird es aus der Kammer auch an die Haushalte in der Stadt abgegeben.

Während der Inbetriebnahme von Kammer 5 haben die vorlaufenden Arbeiten der Sanierung von Kammer 4 begonnen. „In rund zwei Jahren akribischer Feinarbeit werden Boden, Wände und Decke abgestrahlt, Abtragungsmaterial entfernt und anschließend wieder neue Beläge aufgebracht“, sagt Klaus Niephaus.

Weil diese Materialien später mit Trinkwasser in Berührung kommen, gelten besondere Vorschriften. Erst recht, wenn die Bauarbeiten beendet sind. Dann werden die neuen Flächen mehrfach abgewaschen und desinfiziert, denn nur so können feinste Verunreinigungen und Partikel aus einer sanierten Kammer entfernt werden, ehe sie wieder in die Trinkwasserversorgung der Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden kann.

Kammer 4 soll 2025 wieder in Betrieb gehen, danach wird für weitere zwei Jahre Kammer 3 saniert. Die Gesamtmaßnahme der Sanierung des Trinkwasser-Hochbehälters auf dem Försterberg soll dann 2028 beendet sein. Schon die vorbereitenden Planungsmaßnahmen waren hochkomplex und haben jahrelange Ingenieursarbeit erfordert.

Die reine Bauzeit für die Sanierungsarbeiten wird im Jahr 2028 rund elf Jahre betragen haben. Ein Mammutprojekt für die Versorgungssicherheit aller Menschen in Duisburg, in das die Stadtwerke Duisburg mehr als 30 Millionen Euro investiert haben werden. Eine Investition in die Zukunft, damit auch weiter mehr als 30 Milliarden Liter bestes Trinkwasser in Lebensmittelqualität Jahr für Jahr in Duisburgs Haushalte geliefert werden können.

(RP)
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