Duisburg: Stadtteil steht zusammen

Duisburg: Stadtteil steht zusammen

Bei einer Pressekonferenz wurde gestern der umfangreiche Widerstand des Marxloher Bündnisses gegen den "pro NRW" Aufmarsch deutlich. So sollen am Minarett der Moschee und an den Türmen der evangelischen Kreuzeskirche und der katholischen Kirche St. Peter Plakate mit der Aufschrift "Hand in Hand gegen Rassismus" befestigt werden. Das Plakat am Minarett soll symbolträchtige Fotografien für "pro NRW" unmöglich machen. Das Marxloher Bündnis erklärte gestern, dass die Teilnahme an möglichen Sitzblockaden, von denen die Polizei abrät, freiwillig und unabhängig von den Demonstrationen stattfinden werden. "Der Stadtteil steht zusammen", so Michael Lefknecht vom Marxloher Bündnis.

Die Kreuzeskirche bleibt nach dem Gottesdienst am Sonntag noch bis 16 Uhr für alle geöffnet. Pfarrer Hans Peter Lauer von der Gemeinde Marxloh-Obermarxloh übt harsche Kritik an "pro NRW". Der "Sternenmarsch" sei eine Beleidigung für alle Einwohner von Marxloh, die Parole "Abendland in Christenhand" ein Missbrauch des christlichen Glaubens für parteipolitische Zwecke. Für Aufregung sorgte, dass gegen die Organisatoren des Gegenprotestes ein Ermittlungsverfahren wegen des Aufrufs zur Störung einer genehmigten Versammlung läuft. "Eine Lapalie! Da werden Rechtsradikale geschützt", meint Lefknecht. Weiteren Unmut gab es, da die gesperrte Abfahrt "Fahrn" am Sonntag nur für "pro NRW"-Mitglieder geöffnet sein soll.

(RP)