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Duisburg: Stadtlandschaften einmal anders

Duisburg : Stadtlandschaften einmal anders

Der Fotograf Karl Lang stellt ab morgen in der Galerie Rheinhausen aus. 51 Fotos sind zu sehen – eine bunte Mischung von Aufnahmen, die zeitgenössische Architektur von überall auf der ganzen Welt zeigen. Ernsthaftigkeit und spielerische Elemente stehen dabei immer nebeneinander.

Der Fotograf Karl Lang stellt ab morgen in der Galerie Rheinhausen aus. 51 Fotos sind zu sehen — eine bunte Mischung von Aufnahmen, die zeitgenössische Architektur von überall auf der ganzen Welt zeigen. Ernsthaftigkeit und spielerische Elemente stehen dabei immer nebeneinander.

Duisburg: Stadtlandschaften einmal anders
Foto: Karl Lang

Ästhetik oder Brutalität — die Aufnahmen von Karl Lang, die ab morgen in der Galerie Rheinhausen zu sehen sind, bewegen sich genau zwischen diesen beiden Extremen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren hat der Duisburger Fotograf sich mit dem Thema "Stadtlandschaften" beschäftigt und insgesamt 51 Bilder für seine gleichnamige Ausstellung ausgewählt. Herausgekommen ist eine bunte Mischung von Aufnahmen, die zeitgenössische Architektur von überall auf der ganzen Welt zeigen.

Eine neue Bildwirklichkeit

"Die Originalaufnahmen, die ich 15 Jahre lang gemacht habe, sind nur die Basis. Indem ich Farben und Strukturen verändert habe, ist eine neue Bildwirklichkeit entstanden", erklärt Lang, der sich selber auch als Architekt versteht. Dabei sind die Fotos nicht mit dem Gedanken an eine Ausstellung entstanden, sondern auf den vielen Reisen, die der Fotograf immer wieder unternommen hat.

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Einige der Bilder, die in Shanghai, New York, Düsseldorf oder London entstanden sind, irritieren schon auf den ersten Blick, andere dagegen erst auf den zweiten. Diese Irritation entsteht durch scheinbar unpassende Farbigkeit, durch Unschärfe oder durch besondere Belichtung. Die Aufnahme vom Bahnhof in Lyon etwa wird durch die Mehrfachbelichtung unscharf und lässt so das Gefühl von Bewegung und sogar Hektik entstehen.

Das Lieblingsbild des Fotografen, das in der Mitte des Raumes hängt, zeigt japanische Architektur: "Die Konzentration auf einen Punkt verleiht dem Bild eine gewisse Spannung. Hier ist nicht nur die vollendete Ästhetik der Architektur sichtbar, sondern auch die Ingenieurleistung, die dahinter steckt", erklärt er.

In einem Block von zwölf Aufnahmen sind auch Menschen zu sehen, eine Kombination, die für Lang einen besonderen Reiz hat: "Die Wucht der Architektur wird durch die Menschen noch deutlicher, wodurch die Bilder eine ganz andere Qualität erhalten. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Mensch beiläufig bleibt und nicht in den Vordergrund rückt."

Ernsthaftigkeit und spielerische Elemente stehen dabei immer nebeneinander. Und auch die Zitate, die immer wieder die Bildreihen unterbrechen, müssen mitgelesen werden, denn sie treffen wichtige Aussagen über die zeitgenössische Architektur, die in allen Aufnahmen dargestellt wird.

"Für uns ist es ein Geschenk, dass wir Bilder von Karl Lang bei uns ausstellen können. Immerhin ist er ein international ausgezeichneter Fotograf und Buchautor", freut sich Rainer Schmidt von der Bezirksbibliothek Rheinhausen auf die neue Ausstellung.

(RP/rl)