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Duisburg: Stadtfenster ist zu klein

Duisburg : Stadtfenster ist zu klein

Im Auftrag des Kulturausschusses nahm dessen FDP-Mitglied Frank Albrecht Einsicht in die Akten zum "Stadtfenster", das Neubauprojekt für Stadtbibliothek und VHS. Und er war entsetzt, heißt in einer Presseerklärung der Liberalen.

Die fachlichen Anforderungen für einen Unterbringung dieser beiden Einrichtungen seien nicht erfüllt, fasst Albrecht das Ergebnis zusammen. "In den Akten finden sich konkrete Äußerungen der zuständigen Fachinstitute, nach denen bislang ein fachlich hinreichendes Raumkonzept nicht vorgelegt wurde. " Über diese Bedenken seien Rat und Kulturausschuss nicht informiert worden.

Bei der Stadtbibliothek bedeute die Flächenreduzierung einen "gravierenden Einschnitt in die Qualität der Bildungsarbeit", zitiert Albrecht aus der in den Verwaltungsakten abgehefteten Stellungnahme der Fachinstitute.

Schon heute könnten in großen Bereichen Medien nicht mehr adäquat präsentiert werden. Bei der Volkshochschule hieße es in den Stellungnahmen, dass die Chancen für eine zukunftsträchtige Ausrichtung nicht genutzt würden.

Wie berichtet werden sich VHS und Stadtbibliothek im Stadtfenster rund 11000 Quadrameter Fläche teilen, 1700 weniger als ursprünglich gewünscht. Aus Finanznöten wird die Stadt nicht selber bauen, sondern Mieter in dem Haus sein, das Multi Development ab Januar an der Steinschen Gasse baut (auf dem Grundstück des Knüllermarktes).

Die Inhalte der Vertragsvereinbarungen mit MD wurde hinter verschlossenen Türen beraten. Mehr Fläche, also höhere Miete, hätte der Regierungspräsident nicht genehmigt.

(RP)