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Duisburg: Stadtfenster: Gerüst macht Platz für Glasscheiben

Duisburg : Stadtfenster: Gerüst macht Platz für Glasscheiben

Beim Bau des Stadtfensters wird das Tempo jetzt wieder angezogen. Gestern begann die Firma Gerüstbau Poschmann aus Hüttenheim mit der Demontage des großen Gerüsts mit den rot-grünen Fangnetzen. "Wir machen das jetzt ganz schnell, damit die Fenster eingebaut werden können", sagte Firmenchef Clemens Poschmann gestern.

Große Glasfronten sollen, wie berichtet, äußerlich die Besonderheit des Stadtfensters ausmachen, in das die Volkshochschule und die Stadtbibliothek einziehen werden. Der Projektentwickler, das im Wasserviertel ansässige Unternehmen Fokus Development, plant, im Herbst — frühestens bereits Ende August — das Gebäude zu übergeben.

Dann beginnt der Innenausbau, der sich vermutlich unterschiedlich entwickeln wird. Der Ausbau für die Stadtbibliothek wird wohl die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Das liegt an der aufwendigen Technik, unter anderem für die geplanten Selbstbucherterminals, und den damit verbundenen Datenleitungen. Der Innenausbau wird allein für die Stadtbibliothek rund sechs Millionen Euro kosten. Mehr als eine Million entfällt dabei allein auf die besondere Infrastruktur mit der Einrichtung eins Drahtlosnetzwerkes, Lichtwellenleiter sowie die Anbindung an die städtischen Hauptleitungen.

Dazu kommen rund 4,9 Millionen Euro für die Einrichtung. Allein die Umrüstung auf Selbstverbuchungseinrichtung mit der sogenannten RFID-Technik schlägt mit mehr als 700 000 Euro zu Buche. Sicherungsantennen, ein Buchsortier- und Kassenautomat sollen Schlangen an den Ausgabeschaltern vermeiden helfen. Bibliotheksnutzer können dann ihren Büchereiausweis per Barcode einlesen lassen und die Medien bei der Ausgabe oder beim Wiederabgeben selbst verbuchen.

  • Fotos : Fortschritte auf der Baustelle des "Stadtfenster"
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Schneller dürfte es dagegen im Bereich des Einzelhandels gehen, wo, wie berichtet, die Drogeriekette Rossmann Ankermieter werden soll. Während die Stadtbibliothek in diesem Jahr am neuen Standort nicht mehr eröffnen dürfte, könnte es bei den Geschäften im Bereich Münzstraße aber funktionieren, denn der Ladenbau ist weit weniger aufwendig.

(mtm)