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Duisburg: Stadt hat weitere "Problemhäuser" im Visier

Duisburg : Stadt hat weitere "Problemhäuser" im Visier

In Bergheim ist seit der Schließung des Hochhauses In den Peschen Ruhe eingekehrt. Die meisten der ehemaligen Bewohner, sagt Ordnungsamtsleiter Reinhold Mettlen, sind innerhalb Duisburgs umgezogen, einige offenbar zur Charlottenstraße am Rande der Altstadt - in ein Gebäude, auf das die Mitarbeiter des Ordnungsamtes nun ein Auge haben.

140 Bewohner seien dort zeitweise gewesen, derzeit noch etwa die Hälfte. Das Haus sei überprüft worden, es sei "noch nicht unbewohnbar", sagt Mettlen.

Vor allem Marxloh ist das Ziel vieler Menschen, die aus rumänischen Elendsvierteln kommen. Etliche der neuen Nachbarn sorgen für massiven Ärger, es gibt Klagen über Lärm, Dreck, Diebstähle, Prostitution. Und oft stehen Gebäude im Mittelpunkt, die anderweitig nicht so einfach zu vermarkten wären.

Um darauf ein Auge zu haben, hatte die Stadt vor Wochen eine "Task Force" gebildet, in der Mitarbeiter von Ordnungs-, Jugend-, Rechts-, Sozial- und Gesundheitsamt ebenso mitwirken wie Vertreter von Bauordnung, Stadtwerken und Wirtschaftsbetrieben.

65 Gebäude stehen aktuell auf der Liste, einige wurden schon mehrfach überprüft. Bei drei Immobilien wurden Mängel festgestellt, aber, so Mettlen, "nicht so gravierend". Doch der Eigentümer muss sich um ihre Beseitigung kümmern, sonst droht ein Zwangsgeld.

(mo)