Duisburg: Stadt gedenkt der Opfer des Angriffs vor 70 Jahren

Duisburg : Stadt gedenkt der Opfer des Angriffs vor 70 Jahren

Sie nannte sich "Operation Hurricane", diese konzertierte Aktion der alliierten Luftstreitkräfte in den Nächten auf den 14. und 15. Oktober 1944. Hauptangriffsziel war Duisburg.

Aber auch Hamburg, Köln, Braunschweig und Düsseldorf wurden angegriffen. Im Rahmen der "Operation Hurricane" flogen rund 1000 Flugzeuge mit Ziel Duisburg. Etwa 10 000 Tonnen Bomben warfen die Geschwader innerhalb von 24 Stunden ab, die höchste abgeworfene Bombenlast im Zweiten Weltkrieg.

Mehr als 2500 Tote und eine großteils in Schutt und Asche gelegte Stadt waren das Ergebnis der Bombardierung Duisburgs. Die vielen Toten gab es auch deshalb, weil die erste Angriffswelle in den Morgenstunden des 14. Oktober 1944 fast alle Warnsysteme zerstört hatte und die Menschen deshalb von der zweiten und dritten Angriffswelle in der Nacht auf den 15. Oktober 1944 überrascht wurden. Damit bestätigten die Alliierten Streitkräfte eindrucksvoll das vorgegebene Ziel von "Operation Hurricane": Der deutschen Bevölkerung "die überwältigende Überlegenheit der alliierten Luftflotten" zu demonstrieren.

Die Stadt erinnert an diese Bombennacht am heutigen Dienstag um 18 Uhr im Foyer des Rathauses am Burgplatz mit einer Gedenkveranstaltung. Im Anschluss laden die Stadt Duisburg und der Arbeitskreis Christlicher Kirchen zu einem ökumenischen Gottesdienst (Beginn um 19.30 Uhr) in die Salvatorkirche ein.

(RP)