1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Stadt Duisburg will auf Elternbeiträge für Kitas verzichten

Pandemie in Duisburg : Stadt will auf Elternbeiträge für Kitas verzichten

Angesichts der Verlängerung des Lockdowns habe sich Oberbürgermeister Sören Link jetzt dafür eingesetzt, aufgrund der erheblichen Betreuungseinschränkungen in den Kitas und dem Offenen Ganztag rückwirkend ab dem 14. Dezember keine Elternbeiträge zu erheben.

Das teilte die Stadt am Mittwoch mit.

„Mein Dank gilt den Eltern, die derzeit erhebliche Belastungen in der Kinderbetreuung stemmen und aufgrund des Infektionsgeschehens verantwortungsbewusst auf die Betreuung in einer Einrichtung verzichten. Diese Familien müssen wir nun finanziell entlasten und die Elternbeiträge erstatten“, so Link.

Als OB einer Stärkungspaktkommune, die bei Zahlungen von freiwilligen Leistungen auf das Wohlwollen der Aufsichtsbehörde angewiesen sei, fordere er von der Landesregierung ein klares Votum und eine entsprechende Kostenbeteiligung.

Das Land hatte bekanntlich zu Beginn des Lockdowns dringend an alle Eltern appelliert, die Angebote der Kindertagesbetreuung und der Kindertagespflege nur zu nutzen, wenn es „absolut notwendig“ sei. Zahlreiche Eltern seien seitdem diesem Appell gefolgt, so die Stadt.

Außerdem wurde es den Eltern von Schülern der Klassen 1 bis 7 seit Mitte Dezember freigestellt, ihre Kinder von der Präsenzunterrichtspflicht zu befreien. Dies bedeute auch, dass Kinder dann nicht an den genannten Betreuungsangeboten teilnehmen könnten. Mit Hinweis auf die freie Entscheidungsmöglichkeit der Eltern zur Nutzung der Betreuungsangebote habe das Land jedoch versäumt, eine klare Entscheidung für eine Erstattung der Elternbeiträge zu treffen. Somit würden die Eltern, die im Sinne der Bewältigung der Pandemie handeln und ihre Kinder selbst zu Hause betreuen, doppelt belastet.

Aktuelle Informationen zum Corona-Virus und den aktuellen Regelungen finden Interessierte unter www.duisburg.de im Netz.

(mtm)