Stadionmodell des MSV Duisburg steht nun in der Arena

Jetzt im Stadion : MSV-Stadionmodell steht endlich am richtigen Platz

Die Nachbildung der Heimat des MSV Duisburg, die Veronika und Holger Tribian im Maßstab 1:100 gebaut haben, steht nun in der Arena.

Endlich steht es da, wo es schon immer hingehörte: Das MSV-Stadionmodell, das Holger und Veronika Tribian aus Alt-Homberg zwischen 2009 und 2012 in 5000 Arbeitsstunden erschaffen haben und das in den vergangenen fünf Jahren als Publikumsmagnet ins Einkaufszentrum Königsgalerie lockte, ist ab sofort in der echten Arena zu bewundern. Genauer gesagt: im Foyer der Haupttribüne. Aufbewahrt in einer 3 mal 2,50 Meter großen Vitrine, soll das im Maßstab 1:100 erbaute Modell am Samstag im Rahmen einer kleinen Zeremonie in Empfang genommen werden. Bereits am Mittwochabend begannen die Tribians mit dem Aufbau. Schließlich soll alles perfekt sein, wenn am Samstag die geballte Ladung aus Zebra-Fans und -Sponsoren die Miniatur-Arena in Augenschein nehmen.

Und alle Neugierigen werden im Vergleich zur bisherigen Ausstattung sogar kleine Veränderungen erkennen. „Der vordere Lichtkranz an den Tribünendächern ist neu. Da haben wir 120 zusätzliche Lichtstrahler verbaut – natürlich die neueste LED-Technik“, erzählt Holger Tribian (52), der inzwischen mit seiner Frau Veronika den professionellen Kunstmodellbau als Vollzeit-Job ausübt. Weil die aus Acrylglas gefertigten Tribünendächer oft etwas durchhingen, haben die Erbauer zusätzliche Träger befestigt und so die gesamte Dachkonstruktion stabilisiert.

„Das erste Modell war unser Einstieg. Das ist damals ganz ordentlich, aber nicht super geworden“, erzählt Veronika Tribian. Die zweite Version sei hingegen perfekt. Das finden auch Fans und Klubverantwortliche des tschechischen Erstligisten Slovan Liberec. Denn dieses Modell steht seit kurzem in Tschechien – und sorgt für kollektive Begeisterung. „Es wird auch als Leihgabe dort bleiben“, so Tribian.

Begeistert ist auch Peter Mohnhaupt. „Das sieht ja toll aus“, sagt der MSV-Geschäftsführer mit einer großen Portion Anerkennung in der Stimme, als er das Modell anschaut. Diese Gefühlslage teilt er mit Volker Baumann (55) und Wolfgang Berndsen (62). Beide gehören zum vor anderthalb Jahren gegründeten und derzeit 70 Mitglieder zählenden Verein MSV Museum. Dieser half mit, einen Sponsor für den Kauf der Vitrine zu finden, in der das Stadionmodell nun steht. „Die Arbeit ist total genial, die Liebe zum Detail einzigartig“, lobt Baumann, der Vorsitzender des Museums-Vereins ist.

Und sein Klub soll nach dem Willen der Tribians auch profitieren: Denn in dem Modell sind zum einen Plätze für Werbebanden zu vermieten. Und jeder Fan kann sich auf seinem echten Stadionstammplatz auch im Modell als Miniaturpüppchen verewigen lassen. Das kostet. Von den Einnahmen profitieren die Tribians, aber eben auch der Verein MSV Museum. 

(RPN)
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