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Duisburg: Sportschule beklagt Sanierungsstau

Duisburg : Sportschule beklagt Sanierungsstau

Der Sportschule Wedau fehlt ein zweistelliger Millionenbetrag, um die Anlagen auf den neuesten Stand zu bringen. Immerhin ist der Bettenturm bald saniert.

Der Arbeitskreis Sport der SPD-Landtagsfraktion war gestern im Sportpark Wedau zu Gast, um sich über den laufenden Umbau der Sportschule zu informieren und um die Zukunft des Sportparks im Allgemeinen zu besprechen. Zur Erinnerung: Die Sportschule Wedau wird zurzeit für 12,5 Millionen Euro saniert; 8,5 Millionen davon trägt das Land.

Mit dem Geld soll zunächst nur der Bettenturm der Einrichtung auf den neuesten Stand gebracht werden. "Wir waren heute unter anderem hier, um uns über den Fortschritt des Umbaus zu informieren", so der Duisburger Landtagsabgeordnete Rainer Bischoff. "Was wir zu Gesicht bekommen haben, hat uns sehr gefallen. Von dem 60er-Jahre-Charme, der zuvor hier geherrscht hat, ist kaum noch etwas zu spüren."

Der Umbau erfolgt in zwei Bauabschnitten, der erste — die Renovierung der Bettenetagen — ist abgeschlossen. Im April wird die Renovierung des Lobbybereiches folgen. "Die Erneuerung war dringend nötig", kommentiert Robert Baues, Leiter der Sportschule. "Wir sind ein Top-Standort in der Sportwelt und wollen es auch bleiben. Außerdem ist unsere Sportschule eine der größten in Europa. Da müssen wir einfach vernünftige Übernachtungen gewährleisten können."

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Wenn die Renovierung in wenigen Wochen abgeschlossen ist, beginnt in Wedau aber erst die eigentliche Arbeit. "Wir kämpfen mit einem Sanierungsstau in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages", sagt Peters. "Sportanlagen müssen ständig aktualisiert werden. Regeln verändern sich. Da muss man einfach am Puls der Zeit sein." Angesichts der Höhe der notwendigen Investitionen will Peters sich nicht ausschließlich auf das Land verlassen: "Wir sind wirklich dankbar, dass das Land uns so weit entgegengekommen ist. Was da noch möglich ist, muss man sehen. Wir müssen uns zunächst einmal um unsere schwarze Null kümmern." Auch das Engagement von Privatinvestoren wäre eine Option. "Wir suchen da ständig das Gespräch. Auf jeden Fall sind weitere Investitionen unabdingbar, wenn wir weiterhin auf diesem Niveau arbeiten wollen", sagt der Leiter der Sportschule.

Rainer Bischoff äußerte sich nicht zu weiteren Hilfen für die Sportschule. Der Fokus des Arbeitskreises lag auf dem Sportpark im Allgemeinen: "Wir sind der Ansicht, dass das Potenzial des Sportparks noch nicht ausgeschöpft ist", so der Sprecher des Arbeitskreises Sport der SPD-Landtagsfraktion. "Da wären weitere finanzielle Zuwendungen durchaus vorstellbar. Wenn da jemand mit einer guten Idee kommt, dann hören wir uns das gerne an." Wichtig, so Bischoff, sei es vor allem, das Image des großen Sportareals in Wedau aufzuwerten.

(RP)