Zwei wichtige im Abstiegskampf der Handball-Regionallig für die Wölfe.

Handball : Derby: Wölfe haben die Nase knapp vorn

Handball-Regionalliga: Der HC Wölfe Niederrhein gibt im Abstiegskampf ein wichtiges Lebenszeichen von sich und gewinnt das Derby gegen den VfB Homberg knapp mit 25:24, obwohl sie zur Halbzeit bereits mit 16:10 führten.

Derbyzeit in der Handball-Regionalliga: Der HC Wölfe Nordrhein und der VfB Homberg lieferten sich einen – vor allem am Ende – spannenden Handballkrimi, den die Gastgeber aus Rheinhausen trotz deutlicher 16:10-Pausenführung nur denkbar knapp mit 25:24 für sich entscheiden konnten.

Dabei legten die Hausherren vor gut gefüllter Halle los wie die Feuerwehr. Jeder Fehler und Ballverlust der Homberger wurde gnadenlos durch Konter und schnelle Tore bestraft, sodass VfB-Trainer Achim Schürmann beim Stande von 12:5 für die Wölfe in der 19. Minute bereits zum zweiten Mal die grüne Karte auf den Tisch legen musste. „Vor allem in den ersten zehn Minuten hat meine Mannschaft schlecht gespielt. Alles, was wir vorher besprochen hatten, war null und nichtig. Scheinbar haben alle im Training nur Lippenbekenntnisse abgegeben“, war Hombergs Coach nach der Partie stinksauer auf seine Mannschaft.

Wölfe-Sportchef Thomas Molsner, der auf der Bank saß, während Alexander Tesch als Kreisläufer und im Innenblock auf der Platte stand, war dagegen zufrieden, auch wenn er sich ein bisschen weniger Spannung in der Schlussphase gewünscht hätte.

„Endlich hat sich die Mannschaft für ihre gute Leistung belohnt. Dass ist reine Kopfsache. Wir haben eine nahezu fehlerfreie erste Hälfte gespielt, es da aber trotz zeitweise sieben Toren Vorsprung verpasst, den Sack zuzumachen. Vor allem gegen Ende sind dann noch einige falsche Entscheidungen dazu gekommen. Aber man sieht, dass alle bis zum Schluss an sich geglaubt haben“, freute sich Molsner über zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Die erste Hälfte dominierten die Hausherren fast nach Belieben. Nach der Pause konnte dann aber zunächst Nikolai Lenz das erste Tor erzielen. Direkt im Anschluss hielt sein Torwart Aaron Denter einen Siebenmeter von David Kryzun. Vielleicht ein kleiner Weckruf für die Gäste und eine Art Schockmoment für die Wölfe, denn danach konnten sich die Homberger zunächst bis auf zwei Tore herankämpfen.

So entwickelte sich eine muntere Begegnung, in der es die Wölfe verpassten, sich noch einmal deutlich abzusetzen. Stattdessen gelang den Hombergern in der 58. Minute mit 24:24 der Ausgleich. Anschließend konnte Aaron Denter noch einmal einen Siebenmeter-Strafwurf halten. Doch den Schlusspunkt setzte Yannick Kamp 45 Sekunden vor dem Ende.

HC Wölfe Nordrhein – VfB Homberg 25:24 (16:10). Wölfe: Brysch (1.-60.), Otterbach; Hombrink (4), Schneider (4/3), Don Singh Toor (3), Max Molsner, Yannick Kamp, Tesch, Kryzun, Julian Kamp (je 2), Breuer (2/1), Woyt, Kirchner (je 1), Rennings.

VfB: Denter (1.-12., 20.-60.), Seemann (12.-20., 52., 54.); Lenz (7/2), Krogmann (5), Szymanowicz (5/1), Wink (2), Roschig, Reich, Pagalies, Milhorst, Brunotte (je 1), Gatza, Upietz, Werner.

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