Fußball: Zum Auftakt gegen den Meister

Fußball : Zum Auftakt gegen den Meister

Mit dreiwöchiger Verspätung startet der FCR 2001 Duisburg am Sonntag (14 Uhr) in die neue Spielzeit der Frauenfußball-Bundesliga. Gegner ist der Deutsche Meister Turbine Potsdam – eine erste Standortbestimmung.

Mit dreiwöchiger Verspätung startet der FCR 2001 Duisburg am Sonntag (14 Uhr) in die neue Spielzeit der Frauenfußball-Bundesliga. Gegner ist der Deutsche Meister Turbine Potsdam — eine erste Standortbestimmung.

Dass im eigentlichen dritten Saisonspiel gleich der amtierende Deutsche Meister 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag (14 Uhr) seine Visitenkarte im Homberger PCC-Stadion abgibt, macht den Ligastart für das Team von Trainer Marco Ketelaer zwar spannend, aber vermutlich auch schwierig. Denn der FCR, in den vergangenen Jahren stets unter den drei besten Teams, beginnt diese Spielzeit im Grunde genommen wieder bei Null.

Der Abgang der fünf Nationalspielerinnen Annike Krahn, Simone Laudehr, Linda Bresonik, Luisa Wensing und Alexandra Popp sowie der beiden Torhüterinnen Anke Preuß und Christina Bellinghoven machte eine Neuorientierung der Saisonziele sowie einen personellen Umbruch erforderlich. War in den vergangenen Jahren immer die Deutsche Meisterschaft das Ziel, zumindest aber ein für den internationalen Wettbewerb berechtigender Platz, so ist man beim FCR nun deutlich bescheidener geworden.

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In der Abwehr krankt es noch

Das heißt aber keineswegs, dass man schon im Voraus kleine Brötchen backt. Im Gegenteil: Mit Blick auf den Kader ist sich nicht nur der Trainer sicher, dass ein Platz im oberen Tabellendrittel machbar ist. Und der Optimismus scheint durchaus berechtigt zu sein. Einerseits steckt in dem verbliebenen Kader sehr viel spielerisches Potential. Zum anderen gab es im Rahmen finanzieller Machbarkeit sinnvolle Verstärkungen. Aus der US-Liga kamen Torhüterin Ashlyn Harris und Abwehrspielerin Elli Reed, und vom Bundesligakonkurrenten Bayern München holte man mit Nicole Banecki eine talentierte und entwicklungsfähige Akteurin. Rückkehrerin Elena Hauer vervollständigt die Liste der Neuzugänge.

Gerade in der Abwehr krankt es nach dem Weggang von Annike Krahn und Linda Bresonik noch, wie auch die letzten Tests bewiesen. Dennoch sollte eine eingespielte Abwehrkette mit Marina Himmighofen, Elena Hauer, Laura Neboli und Dolores Silva den Ligaansprüchen genügen. Und vorne dürften die bewährten Kräfte wie Mandy Islacker, Stefanie Weichelt und nicht zuletzt Weltmeisterin Kozue Ando für den nötigen Angriffsschwung sorgen können.

Auch das Mittelfeld ist mit Mannschaftskapitänin Jennifer Oster, den Holländerinnen Lieke Martens und Jackie Groenen sowie Barbara Müller und Gülhiye Cengiz adäquat besetzt.

Außerdem setzt der FCR auf seinen talentierten Nachwuchs. Gleich acht Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft sowie der U17 haben die Chance, sich im Laufe der Spielzeit spielerisch zu entwickeln. So dürfte die Partie gegen Potsdam durchaus schon den Charakter einer kleinen Standortbestimmung haben.

(RP/ac)
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