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World Games: Erinnerungen an Duisburg

World Games: Erinnerungen an Duisburg

Tragen Duisburger wirklich Lederhosen? Die Organisatoren der World Games 2009 in Kaohsiung sind davon überzeugt. Bei der großformatigen Eröffnungsfeier der achten World Games 2009 auf Taiwan fiel der Blick zurück auf die Spiele im Jahr 2005 zünftig aus. Kleine Jungs im Krachleder symbolisierten Deutschland und Duisburg. Dazu sang ein Kinderchor "Freude schöner Götterfunken". Die 40 000 Besucher im flammneuen Stadion konnten dank des Videos auf der Großleinwand sehen, wie die Spiele vor vier Jahren die Menschen begeistert hatten. Das ist seit gestern endgültig Geschichte. Jetzt läuft die Neuauflage.

Ganz vergessen ist Duisburg aber auch im fernen Asien nicht. Dr. Peter Langner nahm auf Einladung des Weltverbands an der Feier teil. Der Kämmerer hatte als Geschäftsführer der World Games 2005 GmbH wesentlich zum Erfolg der World Games an Rhein und Ruhr beigetragen. Langner erhielt von den Vertretern der Verbände gleich mehrfach die Nachricht wie viel Herzlichkeit das Publikum ausgestrahlt habe und viel, viel Spaß es in Duisburg gemacht habe. Ein schwedischer Athlet brachte seinen Rücksack aus Duisburg mit. Wirklich, die Erinnerung kann nicht zu schlecht sein.

Deutlich höherer Etat

Die Taiwanesen machen sich nun daran, das vor vier Jahren Geleistete zu überbieten. Bereits nach dem Eröffnungsfeier berichtete die Bürgermeisterin Chu Chen nicht ohne Stolz, dass man es doch ein bisschen besser als der vorige Ausrichter gemacht habe. Dazu trug ein deutlich höherer Etat bei und die deutsche Hilfe, denn an der Show waren an entscheidender Stelle auch jene Eventexperten im Einsatz, die schon 2005 für einen neuen Standard gesorgt hatten.

Die festliche Dreistunden-Show hatte Ähnlichkeit mit dem Auftakt in der MSV-Arena seinerzeit. Darauf war Peter Langner durchaus ein wenig stolz, denn mit den Spielen 2005 habe man entscheidend zur Entwicklung der Games beigetragen. Dass sich die Taiwanesen daran messen lassen wollen, sah er als guten Fortschritt für den Weltverband an. Ausgelöst durch die Herausforderung von 2005.

Duisburg ist bei den achten World Games auch sportlich vertreten. Nicht nur deshalb, weil Achim Gossow der Sportdirektor der IWGA ist. Der Weltklasse-Bowler Achim Grabowski will buchstäblich Umwerfendes leisten. Heute beginnen die Wettkämpfe der Bowler. Grabowski hofft, dass ihm in der Fremde gelingt, was ihm in Duisburg versagt blieb: eine Medaille.

(RP)