Wölfe seit längerer Zeit nicht mehr auf einem Abstiegsplatz.

Handball : Der Abstiegskampf spitzt sich zu

Handball-Regionalliga: Wölfe Nordrhein feiern einen wichtigen Heimsieg und verlassen die Abstiegsränge. Dagegen verliert der VfB Homberg in Aachen und ist nur noch einen Punkt vom Rivalen aus Rheinhausen entfernt.

Der Abstiegskampf in der Handball-Regionalliga spitzt sich zu. Die Wölfe Nordrhein verließen durch den Heimsieg gegen den TSV Bonn rrh. den letzten Platz. Die Situation des VfB Homberg verschärfte sich durch die Niederlage beim BTB Aachen.

Wölfe-Spielertrainer Alexander Tesch atmete tief durch: „Das waren zwei wichtige Punkte. Das wird im Abstiegskampf noch sehr eng werden.“ Die Rheinhauser kletterten auf den vorletzten Rang, die HSG Siebengebirge und der VfB Homberg sind nur noch einen Wimpernschlag entfernt.

Tesch freute sich vor allem für Jonas Rennings. Dem Kreisläufer, der im Sommer aus Homberg kam, attestierte er ein „Mega-Spiel“. „Ich glaube, ihn hatte Bonn nicht auf der Rechnung gehabt“, so Tesch, der in der ersten Halbzeit „nur“ eine Pause einlegen wollte, dann aber eine starke Vorstellung des Youngsters erlebte. Ein Sonderlob erhielt auch Yannick Kamp: „Er spielte 60 Minuten durch, erzielte neun Tore und rackerte auch in der Abwehr. Ich glaube, er kann sich am Sonntag nicht mehr bewegen“, so Tesch.

Die Partie war in der Anfangsphase noch ausgeglichen. Nach Anlaufschwierigkeiten bekamen die Rheinhauser die offensive Deckung der Gäste aber in den Griff. In der 13. Minute glichen die Wölfe zum 6:6 aus. Bis zur Pause erspielten sie sich einen Zwei-Tore-Vorsprung, den sie nach dem Seitenwechsel in der Spitze bis auf fünf Treffer ausbauen konnten.

Tesch freute sich vor allem über die gute Deckungsarbeit seiner Mannschaft. Torhüter Björn Otterbach spielte 60 Minuten durch und erwies sich als starker Rückhalt.

 HC Wölfe Nordrhein – TSV Bonn rrh. 29:26 (15:13). Wölfe: Otterbach (Brysch) – Yannick Kamp (9), Rennings, Kirchner (je 4), Breuer (3), Schneider (3/2), Hombrink, Maximilian Molsner (je 2), Julian Kamp, Kryzun (je 1), Woyt, Adrian.

Das Fazit von VfB-Trainer Achim Schürmann klang nach dem Regionalliga-Duell beim BTB Aachen so positiv wie schon lange nicht mehr – trotz der Niederlage. Doch die Mannschaft zeigte eine gute Leistung und hätte zur Pause führen können. „Wir müssen uns an die eigene Nase packen, denn zur Halbzeit wäre deutlich mehr möglich gewesen. Nach dem Seitenwechsel haben wir es dann sieben bis zehn Minuten verpasst, einen eigenen Treffer zu erzielen“, ärgerte sich der Coach. Schließlich hatte seine Mannschaft in dieser Phase alleine drei Siebenmeter verworfen. Die Aachener dagegen konnten diese Situation der Homberger für ihre Zwecke nutzen und ihrerseits ihre Führung ausbauen. „Wir sind dann permanent einem Rückstand hinterhergelaufen. Es uns nicht mehr gelungen, richtig heranzukommen. Ab der 52. Minute haben wir es noch einmal versucht, indem unsere Deckung immer offensiver wurde. Aber auch dadurch konnten wir die Pleite nicht mehr abwenden“, erklärte der Trainer.

Insgesamt sah der Trainer auch ohne Mirko Szymanowicz und Robin Milhorst und mit einem nur zu Kurzeinsätzen im Tor stehenden Aaron Denter einen stark verbesserten Auftritt. „Ein Lob habe ich aber noch: Julian Seemann hat im Tor eine Superleistung gezeigt. Dazu waren Mirko Krogmann und Marc Pagalies richtig gut aufgelegt und auch das Comeback von Nils ter Haar hat sich definitiv gelohnt“, so der Coach.

BTB Aachen – VfB Homberg 28:22 (14:14). VfB: Denter (verschiedene Kurzeinsätze), Seemann (1.-60.), Pagalies (6), ter Haar (4), Roschig, Wink (je 3), Lenz (3/3), Reich, von Ritter (je 1), Krogmann (1/1), Gatza, Upietz, Werner.