Lokalsport: Winterlaufserie: zum Abschluss ein großer Zirkus

Lokalsport : Winterlaufserie: zum Abschluss ein großer Zirkus

Am Samstag steigt die finale Etappe der 31. Auflage. Der Kampf um den Gesamtsieg dürfte bereits entschieden sein.

Nach nunmehr 31 Jahren Erfahrung gehen die Macher vom ASV Duisburg der Abschluss-Etappe ihrer Winterlaufserie gelassen entgegen. "Großen Zirkus erwarten wir trotzdem", sagt Friedhelm Abel, und macht auf eine nicht gerade kleine Einschränkung aufmerksam, auf die sich die knapp 5000 erwarteten Teilnehmer am Samstag in Wedau einstellen sollten: "Der hat nämlich sein Zelt auf dem Parkplatz vor der MSV-Arena aufgestellt."

Da es sich um eine Laufveranstaltung handelt, hofft der Mitorganisator aber auf Milde bei den Anreisenden, die ihr Auto aufgrund des vor dem Startbereich gastierenden Zirkus' in der näheren Umgebung abstellen müssen. "Die fehlenden Parkplätze werden etlichen Läufern zwangsläufig zu einer unerwarteten Warm-up-Einheit verhelfen", zwinkert Abel und rät zur frühzeitigen Anreise. Wenn dann um 14 Uhr vor der MSV-Arena der erste Startschuss zur Abschlussetappe der 31. Serie fällt, ist es aus sportlicher Sicht allerdings eher mit dem großen Zirkus vorbei. Unter normalen Umständen sollten in allen Kategorien die Sieger bereits feststehen. Beim 10 000-Meter-Lauf der Kleinen Serie kann Katharina Wehr vom TV Wanheimerort wohl nur noch eine Verletzung daran hindern, den Pokal für den Gesamtsieg in der Damenwertung nach neun Jahren wieder nach Duisburg zu holen, was zuletzt Sabrina Krämer vom LC Duisburg gelang. Fast drei Minuten beträgt der Vorsprung der 20-Jährigen auf Kerstin van Emden, die für das Polizeiteam Duisburg startet. Immerhin im Kampf um Platz zwei gibt es noch Spannung. Anja Tempelhoff (TuSEM Essen) mit 13 Sekunden und Nicole Lohaus (TuS Xanten) mit 25 Sekunden Rückstand liegen nur knapp hinter van Emden. Um den Sieg beim integrierten Frauenlauf will auch Sophie Fröhling (SV Sonsbeck) noch ein Wort mitreden. Bei der letzten Etappe hatte die bis dahin Führende aufgrund eines verrutschten Rückenwirbels aufgeben müssen. Noch immer plagen die 14-jährige Titelverteidigerin diese Probleme, doch trotz Trainingsrückstand hat sich die zweifache Gesamtsiegerin vorgenommen, den Nordrheinrekord der U 15 von 38 Minuten zu unterbieten. Auch Sophies Bruder Luca muss kürzer treten. Der 16-Jährige laboriert an einer Knochenhautentzündung und wird die 10. 000 Meter höchstens als Trainingslauf angehen. So ist dem Niederländer Edwin Wissema, der ohnehin schon zwei Minuten Vorsprung vor Luca Fröhling hat, der Gesamtsieg wohl nicht mehr zu nehmen. Noch deutlicher sind die Verhältnisse in der Großen Serie, in der es um 15 Uhr über die Halbmarathondistanz geht.

Annika Vössing scheint nahezu uneinholbar. Der Vorsprung der Athletin vom LAV Oberhausen auf ihre ärgste Konkurrentin Carina Fierek (TuS Xanten) beträgt nicht weniger als sechs Minuten. Immerhin noch halb so groß ist der Rückstand, den Robert Tausewald (LG Coesfeld) auf seinen Trainingskollegen Manuel Meyer aufholen müsste. Doch der Abo-Sieger vom TV Wattenscheid wird sich unter normalen Umständen bei solch einem Vorsprung nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, wenn es darum geht, zum achten Mal auf dem Siegerpodest der Großen Serie zu stehen. Einläuten wird die Abschlussetappe um 13.30 Uhr. traditionell der Bambinilauf. Und für die kleinen Flitzer ist die Runde im voll besetzten Leichtathletikstadion auf jeden Fall ganz großer Zirkus . . .

Alle Infos im Netz unter:www.asv-winterlauf.de

(RP)
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