Winterlaufserie 2019 des ASV Duisburg startet am 26. Januar

Leichtathletik : Der Schlussspurt des ASV Duisburg vor dem ersten Startschuss

Der ASV Duisburg ist für die Unterstützung dankbar, die dafür sorgte, dass der DFB die Uerdinger Spiele verlegte und so die Winterlaufserie rettete. Die Organisatoren müssen nun aber schneller sein als in den Jahren zuvor.

Das Team des ASV Duisburg atmete einmal tief durch, als der Deutsche Fußball-Bund mit der Verlegung der Heimspiele des Drittligisten KFC Uerdingen in der MSV-Arena auf den letzten Metern doch noch den Weg für die 34. Winterlaufserie frei machte. Doch beim kur­zen und kräftigen Luftholen blieb es auch. Für überschwängliche Jubel­arien haben die Organisatoren des ASV schlicht keine Zeit.

Durch die späte Entscheidung des DFB Ende des vergangenen Jahres und den damit verbundenen Ungewissheiten mussten auch die Macher des Winterlaufs Entscheidungen aufschieben, wodurch sie mit den Umsetzungen in Verzug geraten sind. In eineinhalb Wochen, am 26. Januar, steht die Auftakt-Etappe bereits an. Nun gilt es noch einmal tief Luft zu holen – für den Endspurt bis zum Start der 34. Auflage des Laufdreiteilers.

Im Vordergrund steht für das ASV-Team dennoch der Dank an den DFB für dessen Einsicht – und der Dank für die Unterstützung aus mehreren Duisburger Lagern, die den DFB zur Einsicht bewegt haben. „Wir sind allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, von ganzem Herzen sehr dankbar“, sagt Pressewart Friedhelm Abel, der in den Danksagungen des ASV-Teams die Bedeutung der Unterstützung noch einmal hervorhebt: „Dieser Zusammenhalt zeigt, dass Sport nicht nur verbindet, sondern auch durch gemeinsames Auftreten Probleme lösen und Dinge ermöglichen kann, die eigentlich unerreichbar schienen.“

Nach den warmen Worten gilt es für das Organisations-Team, nun einen kühlen Kopf zu bewahren. In wenigen Tagen erwarten die Duisburger rund 5000 Teilnehmer samt Anhang in Wedau. Der Planungsverzug wirft die alten Hasen im Orga-Team aber nicht um. „Die Erfahrung von 33 Jahren Lauforganisation zahlt sich nun aus“, sagt Abel, der zum Auftakt der ersten Etappe erneut einige warme Worte finden wird, wenn er zwei Winterlauf-Veteranen Ehrenurkunden überreichen wird.

Der Mülheimer Peter Lange und Ulrich Scharrenberg aus Hilden gehen mit den 5000 Metern der Kleinen Serie ihren 100. Winterlauf an. Dass die beiden Veteranen bei jeder Serie dabei waren und noch immer gern an den Start gehen, ist für die Macher gleichzeitig ein Indiz dafür, „dass der ASV mit seinem Winterlauf-Angebot immer noch richtig liegt“, so Abel. „Auch wenn es Stimmen gibt, die mittlerweile für eine Neuorientierung plädieren.“

Den Organisatoren ist bewusst, dass es immer mehr Events gibt, die stärker werben. Sie üben so eine Anziehungskraft auf potenzielle Teilnehmer der Winterlaufserie aus, die dann in Duisburg zumindest nicht bei allen drei Etappen an den Start gehen würden. „Man muss aber auch unsere Rahmenbedingungen berücksichtigen“, sagt Abel mit Blick auf die äußeren Umstände der kalten Jahreszeit. „Und wir können uns nicht nur komplett auf einen Lauf konzentrieren, sondern müssen drei Veranstaltungen planen.“

Dass auch immer mehr Teilnehmer aus ferneren Regionen die dreimalige Anreise nach Duisburg nicht scheuen, stärkt die Überzeugung der Organisatoren von ihrem Angebot. „Natürlich sind aber auch neue Ideen immer willkommen“, sagt Abel. „Sie dürfen nur nicht die über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen und Bausteine der Serie torpedieren. Wie sich die Serie nun präsentiert, all das, was wir erschaffen haben, beruht auf unzähligen Ideen, Fehlschlägen, Neuansetzungen, Misserfolgen und finalen Umsetzungen.“

So sehen die Macher des Winterlaufs beispielsweise im Umzug von der matschigen Skulpturenwiese ins Leichtathletik-Stadion einen „Meilenstein“. Und das auch Innovationen zeitnah umgesetzt werden, zeige die auf Vorschlag von Jugendtrainer Theo Plück im vergangenen Jahr eingeführte Kids-Serie. Sie wurde nun noch einmal ausgefeilt und findet diesmal unter dem Namen AOK-Jugendserie statt.

Somit bietet der ASV Duisburg an den drei Veranstaltungstagen 26. Januar, 23. Februar und 23. März insgesamt 15 Läufe in seiner ausgebuchten Serie an – und der erste Startschuss fällt schon bald. Dann heißt es für das Organisations-Team sowie die Läufer: Einmal tief durchatmen.