Handball Wer ist denn nun der Favorit?

Im Duisburger Drittliga-Derby empfangen die Handballerinnen des ETuS Wedau morgen den TV Aldenrade. Das Hinspiel konnten die Walsumerinnen souverän mit 29:22 für sich entscheiden.

 Zuletzt ließen die Gastgeberinnen zudem mit starken Leistungen aufhorchen, etwa bei der knappen Niederlage gegen den TV Beyeröhde, die TVA-Trainer Jörg Freund in Augenschein nahm.

Zuletzt ließen die Gastgeberinnen zudem mit starken Leistungen aufhorchen, etwa bei der knappen Niederlage gegen den TV Beyeröhde, die TVA-Trainer Jörg Freund in Augenschein nahm.

Foto: SCANPIX-SWEDEN, AFP

Obwohl Lokalduellen bekanntlich eigene Gesetze nachgesagt werden, sehen sich die Handballerinnen des TV Aldenrade in der 3. Liga West bei ihrem Gastspiel beim ETuS Wedau beim Duell Drittletzter gegen Vorletzter klar in der Außenseiterrolle. "Die Favoritenrolle liegt wegen der Personalsituation ganz klar bei Wedau, außerdem werden sie sich für die bittere Hinspiel-Niederlage revanchieren wollen", erklärt Frauenwart Martin Schulz.

Freund: Jammern gilt nicht

Zuletzt ließen die Gastgeberinnen zudem mit starken Leistungen aufhorchen, etwa bei der knappen Niederlage gegen den TV Beyeröhde, die TVA-Trainer Jörg Freund in Augenschein nahm. "Dort haben sie stark gespielt. Für uns gilt aber kein Jammern. Wir gehen in die Partie wie in ein normales Liga-Spiel, werden alles geben. Und ich habe eine Mannschaft auf die ich mich verlassen kann", sagt der Übungsleiter. In den kommenden Wochen wolle seine Sieben jede Partie zu einem besonderen Spiel machen, und sie genießen, so der Trainer weiter. Das gilt auch für das morgige Duell: "Es dürfte ja auf lange Sicht das letzte Duell dieser beiden Vereine auf DHB-Ebene sein."

Nicht annehmen will ETuS-Trainer Dirk Bauerfeld die Favoritenrolle. "Es ist immer die Mannschaft Favorit, die in der Tabelle vor der anderen steht." Im Gegensatz zu seinem Walsumer Kollegen glaubt der Übungsleiter aber sehr wohl an die "eigenen Gesetze" eines Derbys. "Alles ist möglich. Es kann mit zehn Toren für jede Mannschaft ausgehen."

Wegen der angespannten Personalsituation — Alice Scheja, Julia Potthoff, Nina Heller und Marie Zeegers fallen definitiv aus, hinter dem Einsatz von Steffi Fenneken und Denise Schauenburg steht ein Fragezeichen — ergänzen zwei Spielerinnen aus der Verbandsliga-Reserve die erste Mannschaft. Derweil ist Alice Scheja erfolgreich an ihrem kompliziert gebrochenen Finger operiert worden, was allerdings eine weitere Ausfallzeit von mindestens drei Wochen nach sich zieht. Bestätigt ist mittlerweile indes der Wechsel von Torjägerin Maike Kern zu Zweitligaabsteiger FSV Mainz.

Deutlich besser ist die Personalsituation bei den Gastgeberinnen. Einzig der Einsatz von Spielmacherin und Torjägerin Regina Gensch war fraglich, doch der Verdacht auf Nasenbeinbruch bestätigte sich nicht. "Sie hat glücklicherweise ,nur' eine starke Prellung", atmete Bauerfeld auf.

(RP)
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