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Fußball: Welky mit wichtiger Rettungstat

Fußball : Welky mit wichtiger Rettungstat

Der Duisburger SV 1900 hat das Derby in der Fußball-Landesliga für sich entschieden. Beim FSV Duisburg siegte die Mannschaft von Trainer Heiko Heinlein in einem mäßigem Spiel mit 2:0. Vlaovic und Theißen trafen.

Timo Welky wurde gestern nach dem Spiel beglückwünscht als hätte er den Siegtreffer erzielt. Dabei stand der Abwehrspieler des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900 nur zur rechten Zeit am rechten Ort. Der großgewachsene Innenverteidiger köpfte in der 89. Spielminute den Ball nach einem Kopfball von FSV-Stürmer Dejan Orlovic von der Torlinie und verhalf dem DSV somit entscheidend zum 2:0 (0:0)-Derbysieg.

Der Bezeichnung Spitzenspiel wurde das Geschehen auf dem Kunstrasenplatz an der Hamborner Warbruckstraße gestern aber nicht gerecht. Beide Mannschaften zeigten über weite Strecken mäßigen Landesliga-Fußball. In der ersten Halbzeit gab es nur zwei Torchancen auf beiden Seiten. In der 29. Minute passte DSV-Mittelfeldspieler Florian Theißen auf Dejan Lazovic, der frei auf FSV-Keeper Umut Sagsinlar zulief und den Ball satte drei Meter neben das Tor setzte. Auf der anderen Seite machte es Bahadir Polat zwei Minuten vor der Halbzeit auch nicht besser. DSV-Keeper Sebastian Wickl konnte Polats Schuss aus kürzester Entfernung mit einem "Mega-Reflex" (Zitat DSV-Trainer Heiko Heinlein) abwehren und sorgte somit für das Highlight im ersten Durchgang.

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Nach der Pause agierten beide Mannschaften mit mehr Zug nach vorne, wobei sich beim FSV die personelle Notlage bemerkbar machte. "Da einige Spieler auf völlig fremden Positionen spielen mussten", wie Trainer Joachim Dünn anmerkte, entstanden für den DSV Räume, die er nutzte. In der 67. Minute flankte Theißen auf Hrvoje Vlaovic, der aus zehn Metern zur DSV-Führung traf. Nachdem David Gehle die Chance zum 2:0 verpasste (75.) und Timo Welky die beste FSV-Möglichkeit zunichte machte, erzielte Theißen, der zu den auffälligsten Spielern zählte, nach einer Freistoßfinte in der Nachspielzeit den 2:0-Endstand.

In dem Punkt, dass es kein ansehnliches Fußballspiel war, waren sich nach Spielschluss beide Trainer einig, wenngleich Joachim Dünn seiner Mannschaft nicht böse war: "Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen. Wir haben mit dem allerletzten Aufgebot gespielt." Dass beim FSV nur zwei Auswechselspieler auf der Bank saßen, während die "1900er" gleich zehn Spieler in Reserve hatten, sagte vieles über die personelle Lage bei den Gastgebern aus. Sein Gegenüber Heiko Heinlein freute sich über den Sieg: "Wir standen parat, als der FSV Fehler gemacht hat. Dennoch war das in der ersten Halbzeit keine gute Leistung. Wenn Timo den Ball nicht von der Linie klärt, geht das Spiel unentschieden aus."

(tiwi)