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Wasserball: Wasserballer starten in die heiße Phase

Wasserball : Wasserballer starten in die heiße Phase

Für den Bundesligisten ASC Duisburg beginnen am Samstag in Hannover die Play-offs. Der DSV 98 will zeitgleich gegen Neustadt den ersten Schritt zum Klassenerhalt machen.

Für die Duisburger Wasserball-Bundesligisten hat das lange Warten ein Ende. Fünf Wochen nach dem letzten Spiel der Hauptrunde starten der ASCD und der DSV 98 in den zweiten und entscheidenden Saisonabschnitt.

Für die Amateure, die im Mai den Serienmeister Spandau 04 Berlin vom Thron schubsen wollen, beginnen morgen Nachmittag die Play-offs. In das Viertelfinale (Best of three) gegen die White Sharks Hannover geht der Vizemeister naturgemäß als hoher Favorit. Zwar haben die "weißen Haie" das Kunststück fertig gebracht, als Bundesliga-Neuling sogleich in die Hauptrunde A aufzusteigen.

Im Duell mit dem ASCD werden die Niedersachsen, deren Jugend-Mannschaften in jüngerer Vergangenheit mehrfach Deutscher Meister wurden, jedoch auf verlorenem Posten stehen."Die White Sharks spielen eine hervorragende Premierensaison. Dazu kann man diesem jungen, ambitionierten Verein nur gratulieren", zollt ASCD-Trainer Arno Troost dem Gegner Respekt: "Aber es muss unser Anspruch sein, die Serie klar für uns zu entscheiden. Und wenn wir diese Aufgabe konzentriert angehen, wird uns das auch gelingen."

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Die lange Wettkampfpause hat Troost gar nicht geschmeckt: "In den Testspielen hatten wir ganz schön Sand im Getriebe." Zwar entschiede die Wedauer die Serie gegen das niederländische Spitzenteam Schuurman BZC für sich (11:16, 15:9, 9:7) und hielten am Dienstagabend auch Bayer Uerdingen in Schach.

"Aber es fehlte uns häufig noch an der Feinjustierung. Die Schwimmwege stimmten oftmals nicht, und auch im Positionsspiel hakt es noch", erklärt Troost: "Die mangelnde Spielpraxis sowie die verletzungs- und krankheitsbedingten Mängel im physischen Bereich waren unübersehbar." Auf dem Weg zum erhofften Titelgewinn wartet also noch reichlich Arbeit auf die Amateure, die die Spiele gegen die White Sharks aus dem vollen Training heraus bestreiten werden. Die lange verletzten Philipp Kalberg (Foto) und Sven Roeßing sind wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Der DSV 98 startet mit einem Heimspiel in den Kampf um den Klassenerhalt. Zum Auftakt der ersten Play-down-Runde empfangen die Schützlinge von Carsten Jocks morgen (16.30 Uhr, Hallenbad Toeppersee) den SC Neustadt. Der Gewinner der Best-of-three-Serie bleibt Bundesligist, auf den Verlierer warten in der zweiten Play-down-Runde nervenaufreibende Abstiegsendspiele gegen Wedding oder Hamm/Brambauer.

Der Ausgang scheint völlig offen. Die Hauptrunde B beendeten die 98er als Fünfter und damit einen Platz hinter dem letztjährigen Absteiger aus Neustadt, der das direkte Duell vor heimischem Publikum mit 11:6 für sich entschied. Im Rückspiel hingegen behielt der DSV mit 12:7 die Oberhand. Morgen müssen Torhüter Thomas Hertes und seine Vorderleute diesen Erfolg bestätigen. Denn das zweite und ein möglicherweise drittes Spiel werden in der Neustädter Traglufthalle ausgetragen, die in dieser Saison bislang einer Festung glich.

Nur der SSV Esslingen konnte aus dem "Moby Dick" die Punkte entführen. Mit einem Heimsieg würde der DSV 98 die Pfälzer in Zugzwang bringen. Und unter Druck passieren ja bekanntlich die meisten Fehler. "Wenn wir gewinnen wollen, dürfen wir uns nicht vom teils recht hektischen Spiel der Neustädter anstecken lassen", sagt 98-Routinier Felix Grade: "Wir müssen den Begegnungen unseren Stempel aufdrücken."

Den letzten Feinschliff holten sich die 98er in den Testspielen gegen Bayer Uerdingen und Krefeld 72. Trainer Carsten Jocks ist optimistisch: "Wir haben gute Chancen. Die letzte Partie hat gezeigt, dass wir uns sicher nicht vor Neustadt verstecken müssen."

(kök)