Wasserball-Pokalrunde: Bronze für den ASCD, Sieg für Waspo 98 Hannover

Wasserball : Erst Bronze, dann Braukunst

Wasserball: Der ASCD wird bei der Pokalendrunde in Düsseldorf nach einem 14:5-Sieg gegen die White Sharks Hannover Dritter. Waspo 98 Hannover holt den Titel nach einem denkbar knappen Erfolg gegen Spandau.

Kaum war der letzte Spieler des ASC Duisburg aus dem Wasser des Düsseldorfer Rheinbades gestiegen, stand auch schon das erste Tablett mit kühlen Getränken feinster Braukunst bereit. Es sollte nicht das letzte sein.

Die Wasserballer des ASCD hatten sich die Erfrischung auch redlich verdient. Bei der Endrunde um den Deutschen Wasserball-Pokal realisierte die Mannschaft von Arno Troost ihr erstes Saisonziel und schnappte sich die Bronzemedaille. „Das war richtig gut. Mehr muss man eigentlich nicht sagen“, freute sich Troost. Vorausgegangen war ein sehr einseitiges Spiel um Platz drei gegen die White Sharks Hannover. Beim 14:5 (3:1, 5:2, 3:0, 3:2) nach Toren von Tobias Gietz, Jan Bakulo (je 3), Bastian Schmellenkamp, Nils Illinger (je 2), Paul Schüler, Gilbert Schimanski, Dennis Eidner und Nick Möller war das Duell mehr oder weniger schon lange vor Ablauf der Spielzeit entschieden. „Wir hatten die Sharks vorher nicht als Laufkundschaft eingestuft. Wir waren da schon auf Zack“, erzählte Kapitän Paul Schüler. Gewarnt waren die Amateure vor allem, weil die White Sharks gegen den großen Nachbarn Waspo 98 Hannover im Halbfinale (3:16) am Freitag immerhin zwei Viertel lang durchaus eine gute Figur gemacht hatten. „So standen wir dann voll unter Spannung“, verriet Schüler.

Wie schon im Halbfinale gegen Spandau am Freitag ließen Stefan Popovic und Christopher Hans – die beiden Torhüter teilten sich wieder den Job zwischen den Pfosten – kaum etwas anbrennen. „In der Mannschaft zwei solche Torhüter zu haben, ist schon etwas besonderes. Die beiden sind eine Bank, das ist Extraklasse“, sprach Arno Troost den beiden Schlussmännern ein dickes Lob aus.

Insgesamt verteidigten die Duisburger gegen die White Sharks sehr gut. Troost zog zufrieden Bilanz: „Wir haben kaum etwas zugelassen.“ Im Angriff des ASCD stach Tobias Gietz hervor. Drei Tore warf „Willi“ und war überdies während des gesamten Spielverlaufs ein Aktivposten. Nach der Saison will der ehemalige Nationalspieler kürzer treten, um sich noch mehr im Familienbetrieb einzubringen. „Zum Abschied war es noch einmal schön, dass ich zeigen konnte, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann“, sagte Gietz, der während der Saison mit viel Verletzungspech (Schulter, Ohr) zu kämpfen hatte. Für den Blondschopf soll es der Abschied vom „höherklassigen Wasserball“ sein. „Ob ich allerdings irgendwie noch weiterspiele, werde ich in den kommenden Wochen in aller Ruhe entscheiden“, so Gietz am Rande des Pokalfinales.

Beim Endspiel zwischen den Wasserfreunden Spandau 04 und Waspo 98 Hannover drückte der ehemalige Berliner Gietz seinem Ex-Klub die Daumen. Helfen sollte es allerdings nicht. In einem spannenden Duell setzte sich Hannover – ab Mittwoch Gegner des ASCD im Play-off-Halbfinale – hauchdünn nach Fünfmeterwerfen mit 10:9 (2:2, 3:3, 0:1, 1:0, 4:3) durch. Ein wenig Duisburg steckte aber auch in diesem Erfolg. Moritz Schenkel hielt den entscheidenden Strafwurf und Julian Real war mit insgesamt drei Treffern der erfolgreichste Werfer der Niedersachsen.

Tobias Gietz bot eine starke Leistung im Pokalturnier. Foto: Zoltan Leskovar

Bei den Frauen sah es umgekehrt aus. Da feierte Spandau nach einem 13:4 gegen Hannover. Dritter wurde Nikar Heidelberg (11:10 gegen ETV Hamburg).

Mehr von RP ONLINE