Wasserball: Mark Gansen vom ASC Duisburg vor Debüt im A-Nationalteam

Wasserball-Talent des ASC Duisburg : Mark Gansen vor Debüt im A-Nationalteam

Das 16-jährige Talent des ASC Duisburg erhielt die Nachricht, dass er von Bundestrainer Hagen Stamm nominiert wurde, erst über Umwege. Der Schüler des Steinbart-Gymnasiums wird damit für seine guten Leistungen in der Deutschen Wasserball-Liga belohnt.

Die Geschichte beginnt mit einer E-Mail und einer Nachricht, die Mark Gansen erst über Umwege erreichte. „Nils hat mir gratuliert – und ich wusste gar nicht, worum es geht“, sagt der junge Wasserballspieler des ASC Duisburg. Das war passiert: Nils Illinger hatte früh am Tag seinen digitalen Briefkasten geöffnet, und so wusste der Nationalspieler früher, wovon der 16-jährige Mark Gansen bis dato nur geträumt hatte. Ab sofort zählt der Nachwuchs-Nationalspieler zum erlesenen Kreis der A-Nationalmannschaft. Bundestrainer Hagen Stamm hat den Duisburger für die anstehenden Maßnahmen rund um das Weltligaspiel gegen Malta am kommenden Dienstag, 19.30 Uhr, in Krefeld nominiert.

Für den Schüler des Steinbart-Gymnasiums ist die Einladung nicht nur ein weiterer „Ansporn, nun noch härter zu trainieren“. Sie ist auch eine Belohnung für die gezeigten Leistungen in der Deutschen Wasserball-Liga. Seit der vergangenen Saison ist der Nachwuchsspieler fester Bestandteil des Duisburger DWL-Teams. Seither hat sich der Elftklässler prächtig entwickelt, erhält in der jungen Mannschaft viel Einsatzzeit und ist in den Nachwuchs-Teams des Klubs ein Leistungsträger.

Erst in der U-13 war der 16-Jährige vom DSSC 09/20 zu den Amateuren gekommen. Wie die meisten Wasserballer hatte Gansen zunächst als Schwimmer das nasse Element erobert. „Dann hat mich ein Wasserball-Trainer angesprochen und gefragt, ob das nichts für mich wäre“, sagt das Talent. Die Doppelbelastung aus Schule und Sport bekommt der Oberstufenschüler bisher gut hin. Die Entbehrungen, die der Leistungssport mit sich bringt, nimmt er gern in Kauf. Wenn die Freunde am Wochenende ihre Freizeit genießen, ist er meist unterwegs. „In den sauren Apfel muss ich eben beißen. Es lohnt sich ja auch. Ich weiß, was meine Ziele sind“, sagt Gansen, der wie die meisten Sportler bei Olympischen Spielen dabei sein will. „Das ist natürlich ein sehr großer Traum.“

Den bisherigen Weg haben viele Trainer bereitet. „Frank Mischel und Stefan Rompf in der Jugend, Christian Vollmert und Vuk Vuksanovic in der Auswahl, Nebojsa Novoselac bei der Nationalmannschaft – und natürlich auch Arno Troost“, sagt Gansen. Auch seine aktuellen Mitspieler helfen bei der Entwicklung: „Ich kann zu jedem in der Mannschaft gehen. Nils Illinger und Paul Schüler helfen immer.“ Da macht es nichts, dass Gansen, wie es für junge Spieler üblich ist, hier und da auch außer­halb des Wassers anpacken muss. „Tore aufbauen, Flaschen und Bälle tragen – nichts Großartiges“, sagt Gansen. Vor großen Namen im Wasser, auf die er  am Wochenende beim Supercup trifft, hat der Schüler zwar Respekt. „Im Spiel ist das dann aber weg.“

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