Wasserball: ASC Duisburg spielt im Halbfinale gegen Waspo Hannover

Wasserball : ASC Duisburg im Halbfinale krasser Außenseiter

Die Amateure erwarten im ersten Spiel der Best-of-Five-Serie am heutigen Dienstag den Titelverteidiger Waspo 98 Hannover. Die Begegnung steigt draußen im Vereinsbad.

Für Arno Troost ist die Frage ohnehin schnell beantwortet. Drinnen oder draußen? „Ab dem 1. Mai wird auf der Vereinsanlage gespielt“, sagt der Trainer des ASC Duisburg. Weil der Mannschaftsrat des Haupt­rundendritten der Deutschen Wasserball-Liga es ganz ähnlich sieht, wird das erste Spiel des Play-off-Halbfinales am heutigen Dienstag gegen Titelverteidiger Waspo 98 Hannover ab 19 Uhr im Freibad an der Kruppstraße ausgetragen.

Die eher dürftige Wetterprognose für den Abend lässt den einen oder anderen der sonst so harten Kerle dann aber doch ganz kurz einmal gequält zusammenzucken. „Die Zuschauer können sich wenigstens warm anziehen“, sagt Kapitän Paul Schüler. Die Unterstützung vom Beckenrand werden die Amateure in der Begegnung auch dringend brauchen.

Gegen den frischgebackenen Pokalsieger aus Niedersachsen gehen die Duisburger als klarer Außenseiter ins Wasser. „Die Rollen sind ganz klar verteilt. Aber wir wollen trotzdem versuchen, ein schönes Spiel abzuliefern. Kampflos ergeben wir uns jedenfalls nicht“, sagt Arno Troost.

Am Wochenende wird zwei Mal in Hannover gespielt – dort allerdings im schnuckelig warmen Stadionbad. Bei den aktuellen Kräfteverhältnissen erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass die Best-of-Five-Serie noch einmal nach Duisburg zurückkehren wird. „Wir rechnen nicht damit, aber wir werden die Gegenwehr bieten, die wir bieten können“, so Troost.

Auch Tobias Gietz, der am Wochenende seinen Abschied vom höherklassigen Wasserball zum Saison­ende verkündete, bleibt realistisch: „Gegen Waspo werden wir die Serie vermutlich nicht gewinnen. Wichtig ist, dass wir uns dann gegen Potsdam durchsetzen und unser Ziel, die zweite Bronzemedaille zu holen, erreichen. Ich bin optimistisch, dass das klappen wird.“

Gietz zählte bei der Pokal-Endrunde zu den Aktivposten im Team der Duisburger, die am Samstag gegen Spandau mit Maximilian Rompf einen weiteren Nachwuchsspieler aufboten. „Er hat das sehr couragiert gemacht“, lobte Troost. Auch Paul Schüler, in der kommenden Saison am Beckenrand in der Verantwortung, freute sich über das gelungene Debüt des Youngsters: „Es schön, dass wir so Jungs wie ihn haben. Er wird im kommenden Jahr auch mit der ersten Mannschaft trainieren.“

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