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Wasserball: Wasserball-Altmeister DSV 98 steigt ab

Wasserball : Wasserball-Altmeister DSV 98 steigt ab

In allen drei Duellen der Abstiegsrunde ziehen die Duisburger gegen den SC Wedding den Kürzeren.

In den vergangenen vier Spielzeiten konnten die Wasserballer des Duisburger SV 98 den Kopf stets noch aus der Schlinge ziehen. Sowohl gegen Aegir Uerdingen als auch gegen Poseidon Hamburg, die SpVg Laatzen und die SGW Hamm/Brambauer sicherte sich der Altmeister jeweils auf den letzten Drücker den Verbleib in der Bundesliga. Der SC Wedding reiht sich in diese Liste nicht ein. Denn die Berliner schickten die 98er gestern Abend in die Zweite Liga. Nach der 7:10-Niederlage zum Auftakt der "Abstiegsserie" verlor die Mannschaft von Sorin Jianu am Wochenende auch das zweite und dritte Spiel und damit die Best-of-five-Serie. Zum vierten Mal nach 1995, 1999 und 2008 muss der DSV den Gang ins Unterhaus antreten.

Über die gesamte Saison betrachtet, ist der Abstieg verdient. Viel zu selten konnten die Blau-Weißen ihrem eigenen Anspruch gerecht werden. Die Art und Weise, wie die Partien im Berliner Kombibad an der Seestraße verloren gingen, war jedoch höchst unglücklich. In Summe sprachen die Schiedsrichter 32 Hinausstellungen gegen die Gäste aus. Wedding musste nur halb so viele persönliche Fehler verkraften. Vor allem im Samstagsspiel trotzten die 98er diesem offenkundigen Nachteil mit einer bemerkenswerten Moral. Fünf Mal ging Wedding in Führung, fünf Mal egalisierte der DSV. Anschließend brachten Andreas Jürgens und UIf Ranta die Wedauer sogar mit 7:5 (29.) ins Vordertreffen.

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Dass es nach dieser Führung nicht zum Auswärtssieg langte, war auch und vor allem den Unterzahl-Situationen geschuldet, denen sich die Gäste in der Folge konfrontiert sahen. Zwei davon nutzte Wedding, um zu verkürzen (6:7, 28.) und schließlich sieben Sekunden vor dem Ende den Ausgleichstreffer zu markieren. Im Fünfmeterwerfen verfehlten gleich die ersten Würfe von Lars Standke und Raul Diakon das Ziel. Wedding leistete sich nur einen Fehlwurf und gab den 98ern so mit 10:11 (2:3, 2:1, 2:1, 1:2 - 3:4) das Nachsehen.

Im gestrigen Duell erwischte der DSV einen Start nach Wunsch. Andreas Jürgens sorgte für die Führung (5.), die Lars Standke auf 2:0 ausbauen konnte. Die Wende zu Ungunsten der Duisburger ereignete sich im zweiten Viertel, als Wedding aus dem 3:1 ein 5:3 machte. Bis drei Minuten vor dem Ende blieben die 98er auf Tuchfühlung. Dann erhöhte Wedding per Doppelschlag von 8:6 auf 10:6 und machte die Duisburger Hoffnungen damit endgültig zunichte. Am Ende hieß es 8:11 (2:0, 1:5, 3:3, 2:3) aus Sicht des DSV, der nun ab Herbst in der Zweiten Liga West die Kappe schnüren muss.

DSV 98 (beide Spiele): Rosshoff, Eschmann - Wies, Schott, Wedekind, Janzen, Jürgens (4), Diakon (3), Grade (1), Gromann (1), Ranta (2), Petrov (3), Standke (4), Leszek.

(kök)