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Olympia: Vorfreude auf das Sportjahr

Olympia : Vorfreude auf das Sportjahr

Mehr als nur ein Hauch von Olympia wehte durch den Festsaal des Veranstaltungszentrums der Volksbank Rhein-Ruhr an der Düsseldorfer Straße.

Zu Beginn eines Top-Sportjahres mit Höhepunkten wie den Olympischen Sommerspielen in London und der Fußball-Europameisterschaft hatte die Volksbank und die Deutsche Olympische Gesellschaft zum 16. Olympia- und Sportlertreff eingeladen.

40 ehemalige Spitzensportler

Neben Bürgermeister Benno Lensdorf (CDU) und zahlreichen Ehrengästen begrüßte Thomas Diederichs vom Vorstand der Bank rund 40 ehemalige Spitzensportler aus der Region. Unter den Gästen waren ehemalige Top-Athleten wie die Weltklasse-Sprinterin Annegret Richter (Gold in München und Montreal), der Kanute und Lokalmatador Michael Scheuer (Bertasee Duisburg), der ebenfalls eine Goldmedaille aus Melbourne im Zweierkajak mit nach Hause brachte, sowie die Hockeyspieler Helmut Nonn und Hugo Dollheiser von Uhlenhorst Mühlheim, die 1956 in Australien mit der Hockey-Nationalmannschaft Bronze gewannen.

Anwesend war auch einer der Spitzenfunktionäre des deutschen und internationalen Sports, Ulrich Feldhoff. Der vielfach ausgezeichnete Oberhausener führte bei den Spielen in Barcelona (1992) und Atlanta (1996) als "Chef de Mission" erfolgreich das deutsche Olympia-Team an. Diederichs sprach von einem erfolgreichen Miteinander des Sports und der Wirtschaft, es sei "eine Partnerschaft, von der beide Seiten gleichermaßen profitieren".

LSB-Präsident Walter Schneeloch richtete den Fokus auf ein Problem, das er als eine der größten Herausforderungen der vergangenen Jahrzehnte bezeichnete. "Die gesellschaftspolitisch zu begrüßende Einführung der flächendeckenden Ganztagsschule wird dem Sport noch große Probleme bereiten", mahnte er. "Die jungen Menschen werden immer weniger Freizeit und somit auch weniger Zeit für den Sport haben. Wir müssen neue Modelle entwickeln".

Zu den Gästen gehörte auch Mario Basler. Der Ex-Bayern-Profi und 30-fache Nationalspieler bemängelte, dass heute die jungen Spieler viel zu schnell zu viel Geld im Profi-Fußball verdienen. "Wir hatten früher mehr Spaß am Fußball und auch schon mal auf Geld verzichtet, nur um spielen zu können", sagte der RWO-Trainer und sprach damit seinen Wechsel vom 1.FC Kaiserslautern zum damaligen Zweitligisten Rot-Weiss Essen an.

Auf seine Karriere im Nationalteam angesprochen, meinte der Kult-Fußballer: "Es muss eine Ehre für jeden Sportler sein, für sein Land alles geben zu können. Es gibt nichts Schöneres, als in einem vollbesetzten Stadion die Nationalhymne zu hören. Dieses Gefühl kann man nicht beschreiben."

(RP)