Lokalsport: Viktoria überlegen, doch die Tore schießt der ESC

Lokalsport : Viktoria überlegen, doch die Tore schießt der ESC

Ein Spiel auf Augenhöhe hatte Michael Roß beim Landesliga-Kick zwischen den ESC Rellinghausen und Viktoria Buchholz erwartet. Vom Ergebnis her war es alles andere als das. Doch so deutlich das 0:4 (0:3), das die Viktoria in Essen kassierte, auch aussieht, für den Buchholz-Coach hätte es, an den Spielanteilen gemessen, ein deutlich positiveres Resultat für den Aufsteiger geben müssen.

"Wir hatten zur Pause sicher 75 Prozent Ballbesitz, bestimmen das Spiel, machen aber viel zu wenig aus unserer Überlegenheit, und der Gegner schießt die Tore", so Roß, "das war schon kurios." Drei Fehler sorgten dafür, dass die Gastgeber zur Pause wegzogen. "Beim ersten Tor verlieren wir den Ball in des Gegners Hälfte und sind nicht in der Lage, den Spieler zu stoppen und an der Flanke zu hindern, die zu einem Kopfballtor führt. Beim zweiten Treffer steht der Torschütze viel zu frei, und dem dritten durch einen Freistoß geht ein unnötiges Handspiel von Phil Szalek voraus."

Zur Pause nahm sich die Viktoria vor, Halbzeit zwei ohne weiteren Gegentreffer zu gestalten und das Spiel durch einen Anschlusstreffer noch einmal spannend zu machen. "Aber von dem 0:3 haben wir uns nicht mehr erholt", sah Roß trotz der geringeren Anzahl an Gegentreffern in Halbzeit zwei einen deutlich schwächeren Auftritt seines Teams, das ohne Sven Mailand auskommen musste. Die fehlende Präsenz des beruflich verhinderten Kapitäns machte sich in den Augen des Trainers bemerkbar. Nach der Euphorie durch den ersten Sieg vor Wochenfrist fand er das Abschneiden in Rellinghausen schlicht "ernüchternd", so Roß. "Da haben wir uns richtig in das Spiel reingebissen. Diesmal haben wir nach der Pause einen Rückschritt gemacht."

(sven)
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