Fußball: Viktoria: Sechs-Punkte-Spiel gegen Straelen

Fußball : Viktoria: Sechs-Punkte-Spiel gegen Straelen

Außerdem ist der DSV beim TSV Wachtendonk-Wankum zu Gast. Alex Nurlu wird den Klub verlassen.

Der 9. Juni könnte ein Datum mit besonderer Bedeutung für den Fußball-Landesligisten Viktoria Buchholz werden. An diesem Sonntag findet das letzte Meisterschaftsspiel dieser zunächst verkorksten, in der Rückrunde dann viel besseren Saison statt. Gegner der Mannschaft von Trainer Michael Roß ist dann an der Sternstraße der klar abgeschlagene Absteiger SV Budberg. Dann hoffen die Buchholzer spätestens, den Klassenerhalt als gesichert abhaken zu können.

Zuvor kann das aber auch schon passieren. Wenn die Viktoria morgen (15 Uhr) den um drei Punkte schlechter platzierten SV Straelen zu Gast hat, können am Ende schon drei wichtige Punkte stehen. Die Straelener, die sich am letzten Spieltag einen Ausrutscher ausgerechnet gegen Budberg (0:1) geleistet hatten, hoffen aber auch noch, ans rettende Ufer zu gelangen. Ein Sechs-Punkte-Spiel der geschundenen Nerven also. "Wir sind gegen Straelen gefragt, alles abzurufen", sagt Michael Roß, der weiß, dass in Straelen mit dem neuen Trainer Stefan Janßen neuer Schwung eingekehrt ist. "Aber wir haben beim Tabellenführer in Wesel gezeigt, dass wir sogar mit den Besten der Liga mithalten können", so Roß.

Nur: Wer soll die Tore schießen, wer kann sie vorbereiten? Daran haperte es zuletzt nur allzu oft. Kapitän Markus Raue zeigt sich optimistisch: "Ich bin zuversichtlich, dass es am Sonntag klappen wird." Derweil wurde bekannt, dass Nachwuchstalent Metehan Gürbüz Buchholz verlässt und zum Oberligisten VfB Speldorf wechselt.

Der FSV Duisburg kann den Klassenerhalt morgen perfekt machen. Mit einem Sieg beim Tabellenelften Mülheimer SV, der vier Punkte weniger als der FSV auf dem Konto hat, kann die Mannschaft von Trainer Gregor Grillemeier sein Landesliga-Abonnement um ein Jahr verlängern. Zuletzt überraschte das Team aus dem Duisburger Norden mit einem 2:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten 1. FC Kleve. Der Mülheimer SV hingegen hat die vergangenen zwei Spiele gegen Buchholz (0:1) und den FC Bocholt (2:4) verloren.

Anders als die Viktoria und der FSV kann der Duisburger SV 1900 die letzten drei Spiele entspannt angehen, wenngleich Trainer Heiko Heinlein zu guten Leistungen auffordert: "Wir haben zuletzt eher schwächere Spiele abgeliefert. Jetzt wollen wir uns wieder steigern und die Saison gut zu Ende spielen."

Morgen sind die Wanheimerorter beim TSV Wachtendonk-Wankum zu Gast. Die Mannschaft aus dem Gelderland steckt noch mitten im Abstiegskampf. "Das wird eine schwere Aufgabe für uns. Sie brauchen jeden Punkt", weiß Heinlein, dessen Team mit einem Sieg Schützenhilfe für die weiteren Duisburger Vereine leisten könnte. Im Hinspiel siegte der DSV mit 7:3. "So einfach wird es diesmal nicht. Vor allem, weil ich mir eine komplett neue Innenverteidigung basteln muss." Neben den Kasaj-Zwillingen fallen Rafael Synowiec, Stephan Soltysik, Niklas Wojahn und Alex Nurlu aus.

Derweil feilen die Wanheimerorter weiter am Kader der kommenden Saison. Jüngst sagten Emre Camdali und Tim Wiederhold von Viktoria Buchholz beim DSV zu: "Das sind richtig gute Jungs", freut sich Heinlein, der sich in der kommenden Woche mit den letzten internen Vertragsgesprächen beschäftigt. "Bei Synowiec ist die Tendenz positiv. Hrvoje Vlaovic überlegt noch, da er sich beruflich neuorientiert und auch seine Trainerlizenz weitermachen will." Derweil wird Nurlu seine Karriere beenden. Dejan Lazovic hat von Heinlein ein außergewöhnliches Angebot bekommen. "Ich habe ihm angeboten, in meinen Trainerstab zu kommen und Standby-Spieler zu bleiben. Seine Leistungen haben mir in dieser Saison nicht für mehr gereicht." Lazovic erbat sich Bedenkzeit.

(tiwi, bem)