Lokalsport: VfL Rheinhausen macht wichtigen Schritt

Lokalsport : VfL Rheinhausen macht wichtigen Schritt

Frauenhandball: Der Oberligist gewinnt 31:27 gegen den Rheydter TV und verlässt die Abstiegsplätze.

Der VfL Rheinhausen hat es wieder selbst in der Hand. In der Handball-Oberliga der Frauen verlässt das Team durch den 31:27 (16:14)-Sieg beim Rheydter TV die Abstiegsplätze und kürt dadurch auch die GSG Duisburg zum HVN-Meister. Es dauerte nicht lange, da hatte der VfL schon einen Gruß Richtung Großenbaum abgesetzt. Immerhin bedeutete der Sieg nicht nur einen eigenen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt, sondern für die GSG auch den vorzeitigen Aufstieg. Als Dank dafür gab der VfL im sozialen Netzwerk schon einmal eine Bestellung auf. "Da lässt sich die Mannschaft nicht zweimal bitten. Sie sind direkt los und haben, glaube ich, einen ganzen Getränkehandel leer gekauft", sagte GSG-Teammanager Werner Stöckmann.

In Rheydt hatte der VfL einen Sahnetag erwischt. Nach ausgeglichenem Beginn, fand das Team nach einer Viertelstunde zunehmend besser ins Spiel und hätten zur Pause durchaus höher führen können. In der 41. Minute glich Rheydt aus, der VfL blieb jedoch unbeeindruckt. Im Rückraum trumpften die Bergheimerinnen auf, allen voran Angelina Tummes mit zehn Treffern. "Ich habe ihr gesagt, dafür kann sie eine Kerze anzünden", sagte Trainer Peter Büttner. Auch Anja Bing, Anja Pelzer und beide Torhüterinnen verdienten sich ein Extralob. Büttner: "Insgesamt war das eine gute Mannschaftsleistung."

VfL: Tummes (10), Bing (9/6), Pelzer (7), Henke (4), Zweig.

Auch Susanne Kiel, die als Interimstrainerin für ihren Mann eingesprungen war, konnte die 21:41(9:19)-Niederlage des Verbandsligisten TV Aldenrade II bei der HSG Alpen/Rheinberg in der Gruppe 1 nicht abwenden. "Die Glücksbringerin hat kein Glück gebracht. Die Kohlen hätte ich auch nicht aus dem Feuer geholt", sagte Uwe Kiel, der die Partie aus der Ferne verfolgte. Erneut nur mit einem winzigen Kader angetreten, standen die Walsumerinnen auf völlig verlorenem Posten. "Ich kann dem Team keinen Vorwurf machen. Nach diesem Spiel war die Mannschaft richtig deprimiert", sagte Kiel, der hofft, dass sein Team die Saison noch zu Ende bringt.

TVA: Asch (6), Winstermann (5/1), Kleinrensing (3), Bambey (3/1), Herms (2), Prchalla, Klaude.

In der Gruppe 2 verlor Eintracht Duisburg beim TB Wülfrath mit 20:27 (12:14). Die Niederlage nahm Trainer Janosch Greinert auf seine Kappe. "Mir ist es nicht gelungen, die Mannschaft positiv zu beeinflussen. Bei den wichtigen Spielen scheinen wir ein mentales Problem zu haben. In den entscheidenden Situationen versagen die Nerven", sagte Greinert, der auch in der kommenden Saison Eintracht-Trainer sein wird. Zwischen der 48. und 55. Minute setze sich der Gastgeber von 21:17 auf 25:27 vorentscheidend ab. "Ich mache weniger der Mannschaft, als mit selbst Vorwürfe", sagte Greinert. Eintracht: Schild (5/2), Brock (4/1), Schreiner (3), Rahlfs, Bauerfeld, Arend (je 2), Bohe, Seng.

(Ott)