Handball : VfL oben, ETuS unten?

Während der VfL Rheinhausen in der Oberliga der Damen vielerorts als Topfavorit um den Meistertitel angesehen wird, will der ETuS Wedau nach großem Umbruch so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Bislang fiel Dirk Rahmel seit Beginn seines Engagements als Trainer der Damen des VfL Rheinhausen die Vorgabe für die nächste Spielzeit leicht. "Einen Platz besser als im Vorjahr", forderte der Übungsleiter jahrein jahraus. Doch diese Zeiten sind nun vorbei. Dies liegt vor allem daran, dass die Bergheimerinnen im Vorjahr den zweiten Platz inne hatten.

"Es wäre aber vermessen zu sagen: Wir steigen auf — oder werden zumindest Meister." Im Hinterkopf der Überlegungen Rahmels spielt aber auch der Umstand eine Rolle, dass gleich drei Teams aus der Dritten Liga West den Gang in die Oberliga Niederrhein antreten mussten, weshalb sich die Qualität der Liga deutlich erhöht hat.

"Wir sind auf einem guten Weg"

"Mit dem TV Walsum-Aldenrade, dem ETuS Wedau und dem Tb Wülfrath sind die Meister der vergangenen drei Spielzeiten alle zurückgekehrt. Und auch wenn der ETuS und der TVA nur schwer einzuschätzen sind, denke ich, dass unser Ziel sein sollte, eine möglichst gute Rolle zu spielen", erklärt Rahmel.

So gilt es zunächst vielmehr aus den Neuzugängen eine funktionierende Einheit zu formen, wobei der "Königstransfer" Regina Gensch vom Nachbarn ETuS den Verlust von Torjägerin Danika Ingenbold (TVA) wettmachen sollte. Daneben will Rahmel "die Derbys möglichst gut spielen" und einen Platz im Spitzendrittel erreichen. Abschließend zog Rahmel nach Ende der Vorbereitung ein positives Fazit: "Wir sind auf einem guten Weg."

Bauerfeld backt kleine Brötchen

Ganz andere Ziele verfolgt Nachbar ETuS Wedau. "Wir wollen uns konsolidieren, das bedeutet, die Mannschaft stabilisieren und reanimieren", sagt Trainer Dirk Bauerfeld, der beinahe eine komplette Mannschaft ersetzen musste. In der Tabelle würde der Übungsleiter am Ende gerne eine Position zwischen sechs und neun erreichen, vordergründig gilt es aber, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Eine wichtige Aufgabe kommt dabei den Routiniers der Mannschaft zu, speziell Carmen "Flummi" Feldmann und Ina Pusch, die die Mannschaft "an die Oberliga heranzuführen und ihr zu helfen sich zu festigen", so Bauerfeld. Eine gute Rolle traut der Trainer auch Lisa Szymanowicz zu, die zuletzt beim Landesligisten VfB Homberg am Ball war. "Sie braucht nicht unbedingt die Tore werfen, wenn Ina und ,Flummi' neben ihr stehen. Wichtig ist, dass sie das Spiel gut lenkt, und in der Abwehr ist sie eine Bank", lobt Bauerfeld den Neuzugang.

Mit den vorderen Plätzen wird der ETuS im Jahr des großen Umbruchs nach Ansicht von Bauerfeld nichts zu tun haben. Um den Meistertitel balgen sich seiner Ansicht der Tb Wülfrath sowie die Nachbarn TV Aldenrade und VfL Rheinhausen.

(eis)