Lokalsport: VfB will seinen Verfolger auf Abstand halten

Lokalsport : VfB will seinen Verfolger auf Abstand halten

Fußball: Der Oberligist aus Homberg tritt am Sonntag um 15 Uhr beim ETB Schwarz-Weiß Essen an.

Nach neun Jahren als Spieler und einer Saison als Trainer von Schwarz-Weiß Essen kennt Stefan Janßen sogar den Platzwart am Uhlenkrug noch gut. "Und ich weiß, dass er alles versuchen wird, den Naturrasen herzurichten", sagt Janßen. Ein erneuter Wintereinbruch droht am Wochenende, das morgige Oberliga-Spiel des VfB Homberg beim ETB um 15 Uhr könnte auf der Kippe stehen. Der Gastgeber ist bereits mit zwei Spielen im Rückstand - und nicht nur deshalb glaubt der VfB-Coach, dass die Essener eine erneute Spielabsage unbedingt vermeiden wollen. "Sie werden auch den Schwung aus dem 4:1-Sieg in Schonnebeck mitnehmen wollen", so Janßen.

Der Derbysieg beim Tabellenvierten spreche für sich, was die Stärke des ETB angeht, der aktuell drei Punkte hinter dem VfB auf Rang neun steht. "Sie haben sich als Leitspruch gesetzt, spätestens im nächsten Jahr aufsteigen zu wollen, und neueste Interviews haben gezeigt, dass sie nichts dagegen hätten, wenn es schon in dieser Saison klappt", sagt der VfB-Coach.

Mit zwei Remis und zwei Siegen hat der ETB zum Jahresstart diesen Anspruch untermauert und kann mit einem Sieg morgen auch die Homberger einholen. Das wollen die Gäste freilich verhindern und kommen nach drei Siegen in Folge mit einer großen Portion Selbstvertrauen in die Südstadt: "Wir müssen unsere Leistung nicht klein machen und fahren ohne Druck nach Essen. Wir haben sie im Hinspiel geschlagen, und ich mache mir keine Sorgen, dass uns das nochmal gelingt." Die schärfste Waffe der Schwarz-Weißen ist Marvin Ellmann. In bislang 25 Spielen traf der Top-Torjäger der Liga 21 Mal - im Hinspiel ging er leer aus. "Es ist fast nicht möglich, ihn komplett auszuschalten. Aber meine Abwehr hat sich zuletzt stabilisiert", sagt Janßen, der keine Sonderabstellung für Ellmann vornehmen wird. "Aber die Jungs kriegen ein paar Tipps von mir."

Bis auf Patrick Dertwinkel, der nach seinem Bänderriss aber wieder ins leichte Training eingestiegen ist, steht der komplette Kader zur Verfügung. So wird auch Winterneuzugang Danny Rankl darauf brennen, nach seinem Debüt vor Wochenfrist nun den zweiten Schritt zu machen. "Endlich auf dem Platz zu stehen, war einfach geil", sagt der Stürmer, "das Laufen hatte ich satt." Doch scheinbar hat es gewirkt. Im laufintensiven 3-5-2-System gegen Hiesfeld spulte Rankl ein enormes Pensum ab. "Es hat mich selbst überrascht, dass ich die Wege schon alle gehen konnte", sagt der Stürmer, der sich selbst "noch nicht bei hundert Prozent" sieht - aber noch einiges beim VfB vorhat: "Tore sind immer gut für einen Stürmer. Aber wichtig ist der Erfolg des Teams. Und mit unserem Team ist alles möglich."

(sven)
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