VfB Homberg ungeschlagen in Fußball-Oberliga

Fußball : VfB Homberg ist einfach nicht zu schlagen

Vor rund 1400 Zuschauer bleibt der Oberliga-Spitzenreiter auch in der 30. Liga-Partie in Folge ohne Niederlage. Das Top-Spiel gegen den 1. FC Bocholt endet 1:1. Colin Schmitt erzielt den Ausgleich in der 64. Minute.

Fast alle Wünsche der Homberger Fußballabteilung gingen an Allerheiligen in Erfüllung. Schatzmeister Erich Oelschner konnte sich angesichts der Menschenschlange, die für das Oberliga-Spitzenspiel am Rheindeich anstand, am Kassenhäuschen die Hände reiben – und die Kicker des VfB Homberg blieben auch in den 90 Minuten, für die sich die 1400 Besucher angestellt hatten, ungeschlagen. Ein Wunsch blieb beim Flutlichtduell gegen den 1. FC Bocholt aber unerfüllt: Mit dem 1:1 (0:1) gelang es dem VfB Homberg nicht, sich auf neun Punkte vom Tabellenzweiten abzusetzen. Lachender Dritter können am Sonntag somit die Sportfreunde Baumberg werden, die sich mit einem Sieg über TuRU Düsseldorf an Bocholt vorbei und auf fünf Zähler an den Spitzenreiter heranschieben würden.

Wenngleich die Homberger am Donnerstag zeigten, dass sie noch mehr wollten, konnte ihr Trainer mit dem Punkt gut leben. „Die Jungs haben alles versucht. Wenn am Ende nicht mehr drin ist, dann ist das halt so. Aber ein Punkt ist auch nicht so schlecht. Der FC hat gezeigt, dass er ein Spitzenteam ist“, sagte Stefan Janßen, der gut organisierte Gäste gesehen hatte, die dem VfB das Leben schwer machten und im ersten Drittel der Partie ein leichtes Übergewicht hatten.

Ein fußballerisches Spektakel – die sämtlich aus Distanzschüssen resultierenden Chancen beider Teams passten auf eine Din-A6-Seite – war es nicht, aber an Intensität und taktischer Disziplin war das Spitzenspiel kaum zu überbieten. „Bocholt hat in seinem engen 4-4-2-System sehr kompakt gestanden. Es war unheimlich schwer für uns, da durch zu kommen“, so Janßen. Dass der FCB durch einen strammen 25-Meter-Schuss von Philipp Meisner nach 18 Minuten zur Freude des gut gefüllten Gästeblocks in Führung ging, machte es da nicht einfacher für den VfB. „Bis zum 0:1 waren wir nicht so präsent. Vielleicht war das auch etwas den ungewohnten Umständen vor einem so großen Publikum und einem Flutlichtspiel mit Regen geschuldet“, schloss Janßen nicht aus, dass seine Kicker etwas zu sehr von der Atmosphäre ergriffen waren. „Jedenfalls waren wir am Anfang nicht so gallig wie Bocholt und nicht gierig genug.“

Doch das sollte sich ändern. „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment für ihre Geduld aussprechen. Sie hat alles versucht, ob Seitenwechsel, Doppelpässe oder Hinterlaufen.“ Dennoch ließen die Gäste, in deren Hälfte das Spiel vor allem nach der Pause zunehmend stattfand, wie auch der VfB Homberg aus dem Spiel heraus nichts zu. So brachte ein Kopfball von Colin Schmitt, der für den wegen einer Schienbeinprellung aussetzenden Felix Clever in die Innenverteidigung gerückt war, nach einer Ecke den Ausgleich (64.). Doch den hatten sich die Homberger verdient. „Es spricht für den Charakter meiner Jungs, dass sie zur Pause mit einem Rückstand in der Kabine sitzen und sich sagen: Wir wollen die Serie unbedingt beibehalten und auch im 30. Liga-Spiel in Folge ungeschlagen bleiben“, sagte der VfB-Trainer. Diesen Wunsch erfüllten sie sich an Allerheiligen dann aber selbst.

VfB Homberg: Haub – Schmitt, Koenders, Manca (60. Kogel) – Walker (87. Tevfik Kücükarslan), Metin Kücükarslan, Dertwinkel, Wolf – Rankl, Wibbe. Tore: 0:1 Meißner (18.), 1:1 Schmitt (64.).

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