VfB Homberg spielt bei der SSVg Velbert

Fußball : VfB Homberg sieht sich noch längst nicht am Ziel

Der Spitzenreiter der Oberliga hat derzeit zwölf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten. Morgen sollen drei weitere Zähler bei der SSVg Velbert dazukommen. Den Antrag für die Regionalliga-Lizenz wollen die Homberger bis Montag stellen.

Wie der „Weiße Reise“ fiel, konnte Stefan Janßen hautnah beobachten. In seiner beruflichen Tätigkeit beim Ordnungsamt war er am vergangenen Sonntag bei der Sprengung des Hochhauskomplexes in Hochheide im Einsatz und verfolgte aus sicherer Entfernung, wie das Gebäude wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrach. Dass der nur unweit vom Ort der Sprengung beheimatete VfB Homberg in der Fußball-Oberliga noch fällt, wird Janßen in seiner Rolle als Trainer hingegen mit aller Macht verhindern wollen. „Wir werden alles dafür tun, dass wir den ersten Platz nicht mehr hergeben“, sagt der Coach.

Dass der souveräne Spitzenreiter auf dem Weg in die Regionalliga doch noch aus seinen Siebenmeilenstiefeln kippt, ist unwahrscheinlich. Doch am morgigen Sonntag gilt es, damit den nächsten Schritt zu machen. Um 15 Uhr wird die SSVg Velbert in ihrer heimischen Christopeit-Sport-Arena versuchen, dem Oberliga-Riesen ein Bein zu stellen. Bei zwölf Punkten Vorsprung auf Platz zwei und dem Nachholspiel gegen den SC Düsseldorf-West (Mittwoch, 24. April, 19.30 Uhr) in der Hinterhand müsste schon viel schief laufen, um den Aufstieg noch zu vermasseln. Den Lizenzantrag für die Regionalliga reichen die Verantwortlichen des VfB jedenfalls rechtzeitig vor der am Montag endenden Antragsfrist ein.

„Und wir gehen davon aus, dass wir die Lizenz auch erhalten“, sagt VfB-Abteilungsleiter Wolfgang Graf. „Die Hauptaufgabe wird aber sein, die nötigen Punkte noch einzusammeln. Zwar haben wir einen guten Vorsprung, der kann aber auch ganz schnell wieder dahin sein“, sagt Graf. „Mit 56 Punkten ist noch keiner aufgestiegen. In der vergangenen Saison waren dafür 70 Punkte nötig. Und es gibt noch ein paar Spiele, die wir unbedingt gewinnen müssen. Wenn uns das gelingt, können wir in die Endplanung gehen“, sagt der Vize-Boss des VfB.

Dass müsse er seinem Trainer aber nicht sagen, weiß Graf um die Einstellung von Stefan Janßen und dessen Truppe. „Dass wir bis zum Saisonende nicht nur noch Siege einfahren werden, ist auch klar“, sagt der Coach, „aber wir werden in jedem der elf Duelle Vollgas geben und versuchen, alle Punkte zu holen, die es zu holen gibt. Ich erteile jedem eine Absage, der meint, wir könnten jetzt einen Schritt weniger machen. Das ist eine Frage der Einstellung, der Motivation und der Bereitschaft.“

Und diese Eigenschaften gelte es auch morgen beim Tabellenvierten abzurufen, der für Janßen auch bei aktuell 18 Punkten Rückstand „absolutes Regionalligaformat im Team und im Umfeld“ hat. „Wenn man mir einen Punkt anböte, würde ich ihn nehmen“, sagt der Trainer. Jonas Haub fällt weiterhin verletzt aus. Zudem schlugen sich einige Spieler zuletzt mit der Grippe herum.

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